Luftfahrtkonzern

Länder-Gleichgewicht soll bei Airbus erhalten bleiben

Nach dem angekündigten Rückzug des deutschen Airbus-Chefs Tom Enders soll das Gleichgewicht der Länder an der Airbus-Spitze erhalten bleiben. Der Luftfahrtkonzern hatte einen personellen Neuanfang für 2019 angekündigt.
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Der deutsche Chef von Airbus wird im Frühjahr 2019 seinen Posten abgeben. Quelle: AFP
Tom Enders

Der deutsche Chef von Airbus wird im Frühjahr 2019 seinen Posten abgeben.

(Foto: AFP)

BrüsselDeutschland und Frankreich haben sich nach der Ankündigung von Personalveränderungen an der Airbus-Spitze zum traditionellen Gleichgewicht der Länder in der Führungsebene des Luftfahrtkonzerns bekannt. „Ich denke, dass dann Airbus natürlich seine Zukunftsentscheidungen fällen wird, da gibt es auch historische Regeln“, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Brüssel auf die Frage, welche Nationalität der nächste Airbus-Chef haben sollte. „Auf jeden Fall wird jedes Land an einer wichtigen Position vertreten sein. So viel kann ich heute schon voraussagen.“

Auch Macron versicherte, darauf zu achten, dass das Gleichgewicht der verschiedenen Nationen respektiert werden solle. Er versprach zudem Wachsamkeit, damit bei Airbus eine „vorbildliche Unternehmensführung“ beachtet wird – das Unternehmen wird derzeit von Korruptionsermittlungen erschüttert. Macron sagte, er erwarte vom Verwaltungsrat Klarstellungen, was das Management und die Funktionsweise angeht. „Sehr anspruchsvoll zu sein, bedeutet aber nicht, sich auf politischer Ebene einzumischen oder wieder ein Faktor in der alltäglichen Steuerung des Unternehmens zu werden.“

Frankreich und Deutschland sind jeweils zu 11,1 Prozent an Airbus beteiligt, in geringerem Umfang hält auch Spanien Anteile. Der Luftfahrtriese hatte am Freitag einen personellen Neuanfang angekündigt: Der deutsche Konzernchef Tom Enders gibt seinen Job im Frühjahr 2019 ab.

  • dpa
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