Luftfahrtkonzern
Private Investoren wollen bei EADS aussteigen

Eine Gruppe privater deutscher Investoren will offenbar bei EADS aussteigen. Der deutsche Staat könnte stattdessen den 4,5-Prozent-Anteil des Investorenkonsortiums Dedalus übernehmen.
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FrankfurtEine Gruppe privater deutscher Investoren will ihren Anteil am europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS verkaufen. Es scheine, als wolle ein Teil des Investorenkonsortiums Dedalus seine Beteiligung an EADS in Höhe von insgesamt von 4,5 Prozent veräußern, sagte eine Sprecher der staatlichen Förderbank KfW am Mittwoch. Der deutsche Staat könnte diese Anteile dann übernehmen. Das Geschäft könne jedoch voraussichtlich erst im zweiten Halbjahr über die Bühne gehen.

Hintergrund des Geschäfts ist, dass die Bundesrepublik voraussichtlich bis zur Jahresmitte die Hälfte der bislang vom Autokonzern Daimler gehaltenen EADS-Anteile übernehmen soll. Daimler hält 15 Prozent der Anteile und 22,5 Prozent der Stimmrechte an dem Airbus-Mutterkonzern und strebt seit längerem einen Verkauf von Anteilen an. Deutschland will das Gleichgewicht mit Frankreich innerhalb von EADS wahren. Auf französischer Seite hält die Gesellschaft Sogeade 22,5 Prozent der Anteile an EADS, hinter der der Konzern Lagardère und der französische Staat stehen.

Die Dedalus-Gruppe hält insgesamt weitere 7,5 Prozent der EADS-Anteile: 4,5 Prozent liegen bei privaten Investoren wie Geldhäusern und Versicherungen, 3,0 Prozent bei der staatlichen Förderbank KfW und mehreren Landesbanken. Die privaten Investoren, zu denen unter anderem die Deutsche Bank und die Versicherung Allianz gehören, haben ein Vorab-Verkaufsrecht für den Fall, dass Daimler seine Anteile veräußert. Die Bundesregierung hat sich darauf vorbereitet, auch ihre Anteile über die KfW zu übernehmen.

Der Anteil des deutschen Staats an EADS könnte damit bald auf bis zu 15 Prozent steigen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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