Luftfahrtmesse
Milliardenaufträge für Mittelstreckenflieger

Die Auftragsflut für den US-Flugzeugbauer Boeing setzt sich fort, die B737max sorgt für eine Auftragsflut auf der Luftfahrtmesse in Farnborough. Aber auch Konkurrent Airbus zieht nach.
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FarnboroughMittelstreckenflugzeuge sind auf der Luftfahrtmesse in Farnborough der Verkaufsschlager, Großraumjets die Ladenhüter. Der chinesische Flugzeugfinanzierer CALC kündigte am Mittwoch an, 36 weitere Mittelstreckenjets aus der Airbus A320-Familie zu kaufen.

Wie beide Unternehmen mitteilten, wurde eine Absichtserklärung für die milliardenteuren Käufe unterzeichnet. Auch Konkurrent Boeing sackte weitere Großgeschäfte ein.

Der irische Flugzeugfinanzierer Avolon bestellte 25 Mittelstreckenflieger des Typs Boeing 737 der alten und neuen spritsparenden Version. Eine Marktschwäche stellt Airbus derzeit für Großraumflugzeuge wie die A380 fest.

Airbus rechnet in diesem Jahr nicht mehr mit den geplanten 30 Bestellungen seines Flaggschiffs A380. „Der Markt für große Flugzeuge hat sich abgeschwächt“, sagte Airbus-Verkaufschef John Leahy.

Noch im Mai hatte Leahy das Ziel von 30 Bestellungen bestätigt, aber damals bereits davon gesprochen, dass es nicht einfach werde. Der zum EADS-Konzern gehörende Flugzeugbauer hatte bis zuletzt auf Aufträge der Fluglinien Emirates und von Cathay Pacific gehofft. An der Börse fiel die EADS-Aktie daraufhin um mehr als 4 Prozent.

In der ersten Jahreshälfte wurde Airbus lediglich vier A380 los. Derzeit kratzen technische Probleme am Image des Riesenfliegers. Es geht um Haarrisse in Teilen der A380-Flügel, die den Hersteller n bremsen.

Wegen eines Materialfehlers muss Airbus die Produktion umstellen. Außerdem drücken bei den Fluggesellschaften der hohe Ölpreis, zusätzliche Abgaben sowie die unsichere Wirtschaftslage aufs Geschäft.

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Erster Kunde für aufgerüstete Version des A330 präsentiert

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