Luftfahrtschau in Le Bourget
Airbus findet sich mit Rang zwei ab

Auf dem vergangenen Luftfahrtsalon in Le Bourget bei Paris war Airbus der Star: Der Hersteller hatte mit dem doppelstöckigen A380 die tollste Neuentwicklung am Start und konnte die meisten Bestellungen für sein Gesamtprogramm vorweisen. Davon ist heute keine Rede mehr – Boeing beherrscht die Schau. Eine kleine Erfolgsmeldung können die Europäer dennoch vorweisen.

HB/ali PARIS. „Unser Ziel ist nicht, mehr Flugzeuge als Boeing zu verkaufen“, sagte der Airbus-Chef und EADS-Co-CEO am Sonntag vor dem Auftakt der Luftfahrtmesse. Anders als in der Vergangenheit wolle Airbus momentan nicht das größte, sondern das beste Unternehmen der Branche sein. „Mir ist es egal, ob wir 45, 48 oder 52 Prozent Marktanteil haben.“

Im vergangenen Jahr zog Airbus zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 weniger Bestellungen als der US-Konkurrent an Land. Die Europäer verzeichneten 824 Aufträge, Boeing 1 050. Der Rückstand könnte sich in diesem Jahr sogar noch vergrößern. So hat Boeing für seinen „Dreamliner“ genannten neuen Langstreckenjet 787 knapp 600 Orders in den Büchern, Airbus für sein Konkurrenzmodell A350 XWB dagegen erst 13 Festbestellungen sowie 148 Absichtserklärungen. Der Flieger ist momentan erst in der Entwicklung und wird frühestens ab 2013 ausgeliefert. Dagegen wird beim „Dreamliner“ bereits am ersten Prototypen gebaut; die erste Maschine soll im Frühjahr 2008 ausgeliefert werden.

Airbus liegt bei „Power 8“ im Plan

Trotz des Widerstands der Gewerkschaften kommt der Flugzeugbauer Airbus bei der Umsetzung des Sanierungsprogramms „Power 8“ wie geplant voran. „Wir liegen absolut im Plan“, sagte Gallois. Er bezifferte die in diesem Jahr erzielten Einsparungen mit 300 Mill. Euro. Das ändere aber nichts an der Tatsache, dass wegen der Kosten für die zweijährige Verspätung des Super-Airbus A380 und wegen des Dollarverfalls Airbus in diesem Jahr wieder rote Zahlen schreiben wird.

Mit dem Plan „Power 8“ will die EADS-Tochter Airbus die Kosten ab dem Jahr 2010 um 2,1 Mrd. Euro senken. Dazu sollen 10 000 Stellen gestrichen und bis zu sechs Airbus-Werke verkauft werden. „Sollte der Dollar weiter an Wert verlieren, sind wir gezwungen, weitere Einschnitte vorzunehmen“, sagte Gallois, ohne in die Details zu gehen. Nach Aussage seines deutschen Co-Chefs Tom Enders erwirtschaftet EADS rund 60 Prozent seines Umsatzes außerhalb Europas, dagegen würde EADS noch 76 Prozent seiner Ressourcen (Mitarbeiter, Zulieferer) aus Europa beziehen: „Es gibt keinen Zweifel, dass sich das ändern muss“, sagte er.

Inder am A350 XWB interessiert

Der Erfolg der Sparbemühungen gilt als entscheidend dafür, die Entwicklung des neuen Langstreckenflugzeugs A350 XWB finanzieren zu können, die rund 10 Mrd. Euro kosten wird. Gallois zeigte sich optimistisch, auf dem Salon neue Bestellungen für die A350 präsentieren zu können. Berichten zufolge will die indische Airline Kingfisher auf der Airshow fünf A350 bestellen.

Gallois bekräftigte, dass der Konzern das Design der A350 nicht noch einmal ändern wird. Die Flugzeugleasing-Firma ILFC hatte das Airbus-Konzept kritisiert. Der Rumpf der A350 soll aus Aluminium bestehen, auf dem Komposit-Platten montiert werden. Bei der 787 besteht der ganze Rumpf aus Verbundstoffen.

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