Luftfahrtschau MAKS in Moskau
EADS bekommt Irkut-Anteil

Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS kann bei Irkut einsteigen. Der russische Kampfflugzeugbauer hat den Kauf von zehn Prozent seiner Anteile für 50 Millionen Euro angeboten. Generell setzt Putin bei der Luftfahrtschau MAKS in Moskau auf Ausländer.

HB MOSKAU. „Die Vereinbarung wird in Kürze geschlossen“, sagte eine Irkut-Sprecherin am Dienstag in Moskau. Der Abschluss werde voraussichtlich noch vor Ende des Jahres perfekt gemacht. EADS verhandelt seit längerem über einen Einstieg bei Irkut und hatte nach Angaben aus Bankenkreisen einen Anteil von zehn Prozent angestrebt. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits bei Löschflugzeugen und bei der Wartung von Hubschraubern zusammen.

Eine Willenserklärung sei auf der Luftfahrtschau in Moskau am Dienstag unterzeichnet worden, fügte ein EADS-Sprecher hinzu. „Es ist aber noch ein offener Prozess und es handelt sich dabei nicht um den Kaufvertrag“, betonte der Sprecher. Zunächst würde noch eine Machbarkeitsstudie (Due Dilligence) erstellt, bevor der Kauf Ende des Jahres unter Dach und Fach kommen könnte. Irkut will neue Aktien ausgeben, um den Einstieg des deutsch-französischen Konzerns zu ermöglichen. Zum Kaufpreis äußerte sich EADS nicht.

„Irkut ist zweifellos eines der dynamischsten Unternehmen in der russischen Luft- und Raumfahrtindustrie, und daher ein geeigneter Partner für die EADS“, sagte Stefan Zoller, Chef der EADS-Verteidigungssparte. Neben dem Brandbekämpfungsflugzeug Be-200 stellt Irkut auch den russischen Kampfjet Suchoi her. Die russische Regierung dringt derzeit auf die Konsolidierung der stark fragmentierten Branche. In ein paar Jahren soll die gesamte Industrie in einem einzigen Unternehmen zusammengefasst sein. EADS baut unter anderem den europäischen Jet Eurofighter und ist die Muttergesellschaft des Hubschrauberherstellers Eurocopter.

Unterdessen hat die russische Fluggesellschaft Aeroflot angekündigt, in den kommenden Jahren bis zu zwölf Airbus-Maschinen vom Typ A320 kaufen zu wollen. „Das ist Teil unserer Pläne zur Modernisierung der Flotte“, sagte Aeroflot-Generaldirektor Lew Koschljakow am Dienstag. Airbus ist eine Tocher des europäischen EADS-Konzerns.

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