Luftfahrtschau von Le Bourget
Bestell-Reigen für Airbus und Boeing geht weiter

Beinahe im Stundentakt vermelden die Flugzeughersteller Airbus und Boeing auf der Branchenmesse in Le Bourget neue Aufträge. Am Donnerstag machte Boeing den Anfang - kurz darauf konterten die Europäer mit einer noch größeren Order.

HB LE BOURGET. Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat dank Großaufträgen aus Indien im Wettstreit mit seinem amerikanischen Erzrivalen Boeing zur Zeit die Nase vorn. Die Airbus-Bestellungen in Le Bourget erreichen nach Katalogwert etwa 26 Mrd. Dollar (rund 20,8 Mrd. Euro), hieß es am Donnerstag, während Boeing nach Industrie- Schätzungen Aufträge im Wert von 15,2 Mrd. Dollar verbucht hat. Airbus-Verkaufschef John Leahy sagte, Airbus erwarte auf der Messe bis Sonntag „doppelt so viele Bestellungen“ wie Boeing. „Wir blicken auch nach China, aber Indien erlebt zur Zeit einen gewaltigen Auftrieb.“

Die neue indische Billigfluggesellschaft Indigo bestellte am Donnerstag 100 Airbusse des kleineren Typs A320 zum Gesamtpreis von etwa 6 Mrd. Dollar. ABC Aerolíneas de Mexico unterschrieb Vorverträge für zehn A320 plus zehn Optionen. Die brasilianische TAM erwarb 20 Flugzeuge der A320-Familie plus 20 Optionen und unterschrieb einen Vorvertrag zum Kauf von acht Langstreckenmaschinen A350 plus sieben Optionen. TAM will die A350, deren Programmstart für den Herbst geplant ist, von Ende 2012 an erhalten.

Boeing erhielt unterdessen von Alaska Airlines einen Auftrag über 35 Flugzeuge des Typs 737-800 im Wert (Listenpreis) von 2,3 Mrd. Dollar. Außerdem sicherte sich die Fluggesellschaft aus Seattle Optionen für 15 Flugzeuge im Wert von 983 Mill. Dollar. Bis zum Jahresende will Boeing seinen europäischen Rivalen bei der Zahl der festen Bestellungen überflügeln. Der US-Konzern gibt zudem zu Bedenken, dass die meisten Airbus-Aufträge Kaufabsichten und noch keine Festbestellungen seien. Großen Erfolg feiert Boeing derzeit mit dem A350-Konkurrenten 787, der seit einem Jahr vermarktet wird und besonders wenig Treibstoff verbrauchen soll. Bisher liegen Boeing 266 Aufträge für den „Dreamliner“ vor.

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