Lufthansa
Verdi will fast zehn Prozent mehr

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will 9,8 Prozent mehr Gehalt für die rund 60 000 Lufthansa-Beschäftigten. Hintergrund der Forderung: Das Unternehmen hat sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis deutlich gesteigert. Außerdem sollen die Beschäftigten stärker am Konzerngewinn beteiligt werden.

HB FRANKFURT. Nach einer Sitzung der Konzerntarifkommission in Frankfurt am Main teilte Vorstandsmitglied Erhard Ott am Donnerstagabend auf AP-Anfrage mit, man fordere 9,8 Prozent. Außerdem solle die Vereinbarung für die Beteiligung der Beschäftigten am Konzerngewinn weiterentwickelt werden. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen.

Ott begründete die Tarifforderung unter anderem mit dem guten Ergebnis der Lufthansa im vergangenen Jahr. Außerdem gebe es eine positive Entwicklung beim Gewinn in diesem Jahr. "Die Forderung ist sehr berechtigt." Die Preissteigerung und auch die Lebenshaltungskosten seien gestiegen, sagte das Verdi-Vorstandsmitglieder der AP. Die Gespräche sollen am 4. Juni starten. Ott schloss auch Proteste der Beschäftigten nicht aus, "wenn kein Ergebnis auf dem Verhandlungsweg erzielt wird".

Die Dienstleistungsgewerkschaft verhandelt eigenen Angaben zufolge für das Boden- und Kabinenpersonal der Lufthansa sowie für die Beschäftigten im IT-Bereich, in der Technik und beim Catering. Die letzte Tariferhöhung hatte nach Gewerkschaftsangaben 3,4 Prozent betragen. Verdi hatte die Tarifverträge zum 31. Mai gekündigt.

Am Nachmittag hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass es im ersten Quartal 2008 Umsatz und operatives Ergebnis deutlich gesteigert habe. Demnach stieg der Umsatz in den ersten drei Monaten um 19,15 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis wuchs im Jahresvergleich sogar um 422 Prozent oder 152 Millionen Euro auf 188 Millionen Euro. Der Konzerngewinn wird mit 57 Millionen Euro angegeben.

Für das Gesamtjahr sei der Vorstand unverändert zuversichtlich, an das gute operative Ergebnis des Vorjahres anknüpfen zu können, und strebe eine weitere Verbesserung an. Dies erscheine auch angesichts spürbar eingetrübten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter möglich, hieß es in der Börsenmiteilung des Unternehmens.

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