Lukrative Tiermedizin: Bayer schließt Übernahme von Teva-Sparte ab

Lukrative Tiermedizin
Bayer schließt Übernahme von Teva-Sparte ab

Die Tiermedizin ist lukrativ – deswegen will Bayer dieses Geschäft stärken: Mit der Übernahme der Tiermedizinsparte von Konkurrent Teva hofft der Konzern auf ordentlichen Umsatz.
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FrankfurtBayer hat die Übernahme der US-Tiermedizinsparte des Generikaherstellers Teva unter Dach und Fach gebracht. Die US-Kartellbehörde FTC gab unlängst grünes Licht für den Zukauf, wie der Pharma- und Chemiekonzern am Donnerstag mitteilte. Bayer hatte den Kauf der Sparte für bis zu 145 Millionen Dollar im September angekündigt.

Die Tiermedizin gilt als lukratives Feld für Arzneimittelhersteller, da die Nutztierhaltung wegen des steigenden Fleischkonsums in Schwellenländern zunimmt und in den Industrieländern viel Geld für Haustiere ausgegeben wird.

„Die Übernahme passt gut zu unseren strategischen Zielen“, erklärte der Chef der Bayer-Gesundheitssparte HealthCare, Jörg Reinhardt. Mit dem Zukauf erweitere Bayer seine Geschäfte mit Tierarzneien im wichtigen US-Markt. In den USA nehmen die Menschen besonders viel Geld für ihre Hunde, Katzen und Hamster in die Hand. Zu den Teva-Produkten gehören unter anderem Tier-Shampoos wie Relief und Malaseb sowie eine Reihe von Nahrungsergänzungsmitteln und Anti-Infektions-Präparaten für Nutztiere.

Der Leverkusener Konzern hatte wiederholt betont, in der Tiermedizin auch durch Zukäufe wachsen zu wollen. Bayer zählt neben Pfizer, dem US-Konzern Merck, der französischen Sanofi-Aventis und dem US-Konzern Eli Lilly zu den großen Anbietern in dem Geschäft. Mit dem Zukauf der Teva-Geschäfte übernimmt Bayer auch einen Produktionsstandort des Generika-Konzerns in St. Joseph im US-Bundesstaat Missouri mit rund 300 Beschäftigten.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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