Lukrativer Kranbau wird vom Fahrstuhl- und Rolltreppengeschäft getrennt
Weltgrößter Aufzugshersteller Kone spaltet sich auf

Der finnische Kone-Konzern, einer der weltweit größten Aufzug-, Fahrstuhl- und Rolltreppenhersteller, will den Konzern 2005 in zwei Sparten aufteilen.

hst STOCKHOLM. Wie Kone gestern bekannt gab, soll der Bereich Cargo-Handling, der Krananlagen für Containerhäfen und Industrieanlagen herstellt in die Gesellschaft Kone Cargotec abgespalten werden. Das klassische Aufzug- und Fahrtreppengeschäft firmiere künftig unter Kone Corp. Beide Unternehmen sollen getrennt an der Börse in Helsinki notiert werden.

Die rund 10 000 Kone-Aktionäre erhalten entsprechend ihres Anteils auch Cargotech-Anteile. Der größte Kone-Aktionär, Konzernchef und Aufsichtsratsvorsitzender Antti Herlin, behält auch nach der Aufteilung die Macht über beide Unternehmen: Er hält über ein Holdingsystem rund 66 Prozent der Kone-Anteile.

Die Aufspaltung soll den Konzern wettbewerbsfähiger machen, betonte Herlin. Derzeit denke er nicht über einen Verkauf eines der beiden Unternehmensteile nach. Der Bereich Cargo-Handling hat im zweiten Quartal seinen operativen Gewinn um 22 Prozent gesteigert, während der finnische Konzern im Kerngeschäft mit Fahrstühlen einen Rückschlag erlitt: Der Betriebsgewinn sank wegen starker Konkurrenz und einer schwachen Nachfrage gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent auf 42,2 Mill. Euro.

Experten begrüßen die Aufsplittung des Konzerns: „Die beiden Einheiten hatten nicht viel gemeinsam. Deshalb ist das ein positiver Schritt“, sagte ein Analyst in Helsinki. Kone- Aktien legten zwei Prozent zu. „Langfristig wird Kone den Bereich Cargotec verkaufen“, sagte Petri Ukkola von Tresor Investment Management in Helsinki.

Der 1918 gegründete Fahrstuhl- und Rolltreppenbereich wird in diesem Jahr rund 2,9 Mrd. Euro umsetzen. Zu den größten Konkurrenten zählen die Schweizer Schindler Holding sowie der US-Konzern United Technologies mit der Marke Otis. Kone beschäftigt 30 600 Mitarbeiter, davon etwa 6 600 bei Cargotech. Die Sparte rechnet 2004 mit etwa 1,5 Mrd. Euro Umsatz.

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