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14.09.2007 

Schließlich gelingt es Volker Grub, der Anfang 2003 den Vorstandsvorsitz bei Salamander übernimmt, die Schuhläden trotz dieses Nachteils zu verkaufen. Grub hat Erfahrung im Sanieren und Veräußern von Unternehmensanteilen, denn eigentlich verdient er sein Geld als Insolvenzverwalter. Im Auftrag der EnBW erledigt er nun ähnliche Arbeiten bei Salamander, obwohl kein Insolvenzverfahren läuft. Er schließt drei Schuhfabriken, ebenso wie 100 unrentable Läden, entlässt Mitarbeiter, bevor er das Unternehmen nach langen Verhandlungen an die Garant Schuh + Mode AG verkauft.

Grub kümmert sich auch um ein paar Dinge, die nicht zum Kerngeschäft gehören: Er gibt den Lurchi-Heften ihr altes Format und die Schreibschrift zurück, wovon man zeitweise abgekommen war. „Und damals wollte Dr. Grub ein ständiges Salamander-Museum einrichten“, erinnert sich der ehemalige Salamander-Mitarbeiter Herrmann Wagner. Mit dem Verkauf starb aber dieser Plan.

Der neue Besitzer, der Schuhhändler Garant, macht sich mit viel Zuversicht an die Arbeit: Die Geschäftsführung fordert die Belegschaft auf, „für den Erfolg des Unternehmens und damit zur Sicherung der Arbeitsplätze mit uns an einem Strang zu ziehen und mit Optimismus und Elan die Zukunft anzugehen“. Doch Garant übernimmt sich mit Salamander – das ist spätestens ein knappes Jahr nach der Übernahme für jedermann sichtbar, als das Unternehmen Insolvenz anmeldet. „Salamander war vielleicht zu groß und Garant möglicherweise zu klein“, wird der Insolvenzverwalter später sagen.

Anfang 2005 geht Salamander schließlich an Egana-Goldpfeil. Das Unternehmen, zu dem bereits Marken wie Joop, Junghans und Dugena gehören, ist der dritte Besitzer innerhalb von fünf Jahren.

Egana-Goldpfeil investiert in Salamander und eröffnet neue Läden. Besonders in Osteuropa sieht Salamander-Chef Norbert Breuer großes Potenzial. „Vor der Wende sind viele Tschechen in Pantoffeln in die DDR oder die Sowjetunion gereist, um Salamander-Schuhe zu kaufen“, erzählt Breuer. „Die Pantoffeln haben sie vor Ort in den Müll geworfen, die neuen Schuhe direkt angezogen und schmutzig gemacht – damit sie nicht in Verdacht gerieten, sie zu schmuggeln.“

Lesen Sie weiter auf Seite 6: Neues Image: Edel und schick.

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