Lutz Helmig
Ex-Klinikbesitzer beteiligt sich an Bergbaukonzern HDH

Der Finanzinvestor und ehemalige Klinikbetreiber Lutz Helmig will bei dem angeschlagenen Bergbau- und Baukonzern Heitkamp-Deilmann-Haniel (HDH) einsteigen. HDH und Helmigs Investmentgesellschaft Aton hätten die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens beim Bundeskartellamt angemeldet.

HB HERNE. Das Unternehmen soll im Tunnel- und Bergbau tätig sein. Dies sagte eine Behördensprecherin am Mittwoch. Die Frist für eine erste Prüfung der kartellrechtlichen Zulässigkeit des HDH/Aton-Projekts laufe am 19. Juni aus, sagte die Kartellamtssprecherin.

Eine Sprecherin von HDH-Chef Jochen Rölfs wollte den Einstieg Helmigs weder bestätigen noch dementieren und verwies auf eine für Montag geplante Pressekonferenz der HDH, bei der Rölfs den neuen Partner des Unternehmens persönlich vorstellen wolle. Helmigs Aton wollte sich ebenfalls nicht äußern.

Rölfs hatte bereits in der vergangenen Woche angekündigt, HDH werde frisches Geld von Investoren erhalten. „Wir haben das Geld und werden Deilmann-Haniel mit 15 Mill. Euro unterstützen. Wir könnten mit dem bereitstehenden Geld alle Verbindlichkeiten ablösen“, kündigte Rölfs damals an.

Die Bergbausparte Deilmann-Haniel mit 1600 Beschäftigten leidet unter ausbleibenden Aufträgen. Die Notlage könnte auch den HDH-Konzern mit seinen 6000 Mitarbeitern insgesamt in Bedrängnis bringen. Hauptkunde von Deilmann-Haniel ist die zur RAG gehörende Deutsche Steinkohle AG (DSK).

Helmig hatte 1994 die Helios Kliniken gegründet. Im Dezember 2005 verkaufte er seinen Anteil für 1,5 Mrd. Euro an die Fresenius AG. Lediglich einen kleinen Teil seines Vermögens habe er in der Aton GmbH geparkt, hatte Helmig in der Vergangenheit gesagt. „Damit leiste ich mir hobbymäßig Beteiligungen“, ergänzte er damals. Helmig war zuletzt mit 25,1 Prozent bei der Billigfluglinie dba eingestiegen.

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