Luxus-Kinderwagen
Bugaboo statt Blümchen und Bärchen

Ein niederländisches Unternehmen macht den Kinderwagen zu einer Luxuskarosse – eine erfolgreiche Strategie in einem schwierigen Markt.

AMSTERDAM. Das Metallgestell ist mit weißem Leder ummantelt, der Fußsack mit weißem Stoff bezogen. Weiß auch die Schubstange, die Bremsen, der Sitzgurt und selbst die Räder sind aus weißem Gummi. Nur die bunten Comicfiguren auf den Aufsätzen bringen etwas Farbe ins Spiel – ansonsten alles in Weiß beim Vorzeigemodell des Kinderwagenherstellers Bugaboo: dem „By Bas Kosters“. Es ist nicht gerade eine praktische Farbe, die sich das Unternehmen ausgesucht hat, dafür ist das Gefährt aber umso edler und teurer: 1 500 Euro kostet das Designerstück, das es weltweit nur 1 000-mal gibt.

Der neueste Coup von Bugaboo: ein Kinderwagen in limitierter Auflage. Bereits seit sieben Jahren steht die Marke für schicke und etwas teurere Kutschen für den Nachwuchs.

Bekannt wurde das niederländische Unternehmen spätestens durch eine geniale Marketing-Aktion: Miranda schob ihr Kind in der Fernsehserie „Sex and the City“ in einem Bugaboo durch New York. Und auch prominente Mütter wie Heidi Klum und die Schauspielerinnen Gwyneth Paltrow oder Liv Tyler fahren ihren Nachwuchs in den Gefährten der holländischen Marke spazieren.

Bei so viel Werbung ist es kein Wunder, dass das Unternehmen wächst und wächst und derzeit zum vierten Mal innerhalb von sieben Jahren umgezogen ist – an den Stadtrand von Amsterdam. Mit zwei Mitarbeitern hat die Firma angefangen, inzwischen sind es 280.

Das Wachstum ist selbst dem Firmengründer und Chef offenbar etwas unheimlich geworden: „Ich hätte nie gedacht, dass wir jemals eine so große Organisation brauchen würden, um Kinderwagen zu verkaufen“, sagt Max Barenbrug. Der 41-Jährige ist Absolvent der renommierten Design-Akademie Eindhoven.

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