Luxuskonzern erzielt kräftigen Gewinnzuwachs
Burberry kommt mit schriller Mode an

Die britische Luxusmarke Burberry überzeugt auch mit neuen Farben. Das Traditionsunternehmen, das einst mit beige- braun karierten Regenmänteln berühmt geworden ist, erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr (31. März) eine kräftigen Gewinnzuwachs – dank der jüngsten Karo-Mode in Zartrosa oder Schrillgrün.

and LONDON. Wie Burberry in London mitteilte, stieg der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von 116,7 auf 141,2 Mill. £ (211 Mill. Euro).

Burberry-Chefin Rose Marie Bravo erwartet auch weiter starkes Wachstum. „Wir blicken mit Zuversicht auf das laufende Jahr“, sagte sie bei der Bilanzvorlage. 2003/04 habe im zweiten Halbjahr das Geschäft des Modehauses bereits deutlich zugelegt. Der Jahresumsatz stieg insgesamt von 593,6 Mill. auf 675,8 Mill. £.

Die Amerikanerin Bravo hat in den vergangenen Jahren aus der verstaubten britischen Marke einen modernen Trendnamen gemacht, obwohl die Luxusgüterindustrie besonders vom weltweiten konjunkturellen Abschwung betroffen war. Bravo habe Burberry zum neuen Erfolg geführt, sagen Analysten und klatschten gestern erneut Beifall: „Wenn man einen Namen so stark gemacht hat, kann er alle Wirtschaftskrisen überstehen“, meinte ein Experte.

Der Aktienkurs des Unternehmens, dass mehrheitlich zum englischen Katalogversandhaus GUS gehört, stieg um 1,6 % auf 376 Pence und hat damit in Jahresfrist um rund ein Drittel zugelegt. Das Investmenthaus Numis stufte die Aktie von „Halten“ auf „Kaufen“ hoch.

Der Renner im jüngsten Geschäftsjahr war ein rosaroter Trenchcoat von Burberry, der erst im vergangenen Herbst von Model Kate Moss vorgestellt wurde. Von dem schicken Mäntelchen wurden seitdem bereits 450 Stück weltweit verkauft. Ein Drittel des Trench coat-Umsatzes – 2003 waren es 125 000 £ – geht an -Hilfsorganisationen zur Krebsforschung.

Regional gab es besonders starke Zuwächse in China und in denUSA, aber auch auf dem europäischen Kontinent. Burberry hatte im vergangenen Jahr unter anderem Flagship-Stores in Mailand und Moskau eröffnet und hat nun 114 Geschäfte weltweit. Auch in Rom soll bald ein großer Laden eröffnet werden. In den USA ist ebenfalls eine weitere Expansion geplant, erläuterte der Konzern gestern.

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