Luxuskonzern
Escada holt sich fremde Hilfe

Der neue Escada-Chef Jean-Marc Loubier hat Manager anderer Luxusmarken wie Versace, Valentino oder Giorgio Armani an Bord des Aschheimer Modekonzerns geholt. Zuvor hatte Loubier die Jahresprognose gesenkt – was bei Escada-Titeln für schwere Einbußen sorgte.

HB MÜNCHEN. Mit einem radikalen Umbau will Loubier, der 16 Jahre lang beim französischen Luxusgüterkonzern LVMH tätig war, die Marke Escada wieder stärken und das Geschäft mit Accessoires wie Handtaschen und Gürtel ausbauen. Dazu soll der 60-jährige Italiener Mario Butazzi ab Oktober den Bereich Lederwaren und Accessoires leiten, wie Escada am Donnerstag mitteilte. Butazzi arbeitete bereits für Valentino, Christian Dior und Salvatore Ferragamo. Neue Chef-Designerin für Handtaschen wurde die 43-jährige Elena Ghisellini, die derzeit unter anderem für Givenchy tätig ist. Chefdesignerin der Marke Escada Sport wird Julia Hofmann. Die 38-jährige kommt von Giorgio Den Vertrieb der Accessoires, von Escada Sport und Escada Collection hat bereits der Niederländer Perry Oosting übernommen. Der 46-jährige sammelte bereits Erfahrungen bei Gucci, Prada, Bulgari und war zuletzt bei dem US-Modeunternehmen Liz Clairborne tätig. Um die Erneuerung der teilweise altbackenen Escada-Läden soll sich die Italienerin Patrizia Pressimone (45) kümmern. Sie arbeitete zuletzt bei Versace.

"Wir wollen Escada in den kommenden Jahren in die Top-Liga der internationalen Luxusmodemarken bringen. Dazu benötigen wir die besten Köpfe unserer Branche“, sagte Loubier am Donnerstag. Loubier ist seit Juni Chef des Modeherstellers und zählt zum Umfeld von Escadas Großaktionär Rustam Er will den Konzern radikal umbauen und damit höhere Renditen erzielen.

"Zunächst belastet der Umbau aber erst mal das Geschäft von Escada. Das Geschäftsjahr 2006/07 (zum 31. Oktober) wird mit einem Verlust von 25 Mill. Euro enden. Zudem kommt die aktuelle Herbst/Winter Kollektion bei den Kundinnen nicht an. Umsatz und operatives Ergebnis würden daher unter den Vorjahreswerten bleiben, teilte Escada mit und schickte die Aktien damit auf Talfahrt. Am Mittag hatten die Titel um knapp sechs Prozent nachgegeben.

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