Luxusmode-Hersteller
Escada rutscht in die Verlustzone

Der Luxusmode-Hersteller Escada kann mit seiner aktuellen Kollektion weiter nicht beim Kunden punkten. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2007/08 rutschte Escada wegen der schwachen Nachfrage in die roten Zahlen.

HB MÜNCHEN. Der Nettoverlust betrug 3,9 Mill. Euro nach einem Gewinn von knapp sieben Mill. im Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Freitag in München mitteilte. Der Umsatz fiel um zwölf Prozent auf rund 142 Mill. Euro. An der Börse brachen die Aktien um rund sechs Prozent auf 13 Euro ein und waren größter Verlierer im Kleinwerte-Index SDax.

Firmenchef Jean-Marc Loubier machte auch den starken Euro für das enttäuschende Ergebnis mitverantwortlich. Zudem seien Auslieferungen für die Frühjahr/Sommerkollektionen 2008 in das zweite Quartal verschoben worden. Das laufende Geschäftsjahr bezeichnete Loubier erneut als Übergangsjahr. Der Franzose will Escada auf Rendite trimmen und das Geschäft mit Accessoires stärken.

In der zweiten Jahreshälfte rechnet der Vorstand mit einer höheren Dynamik. Die Hoffnungen ruhen dabei auf den Kollektionen für den Herbst und Winter 2008. Die Vorbestellungen dafür seien verglichen mit dem Vorjahr um sieben Prozent gestiegen. Trotz des schwachen Starts erwartet Escada im Gesamtjahr (zum 31. Oktober) weiterhin schwarze Zahlen schreiben zu können. Der Umsatz soll im prozentual niedrigen einstelligen Bereich zulegen. Schon im vergangenen Jahr stand bei Escada wegen Sonderkosten für den Umbau des Konzerns ein Verlust von rund 27 Mill. Euro zu Buche, woraufhin die Dividende gestrichen wurde.

Das mittelfristige Gewinnziel hat Escada geringfügig angehoben. Es sei geplant, mittelfristig ein Ebitda von mehr als 15 Prozent des Umsatzes zu erreichen. Bislang hatte der Vorstand von einem Ebitda-Ziel von 15 Prozent des Umsatzes gesprochen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/07 erreichte das Unternehmen eine Ebitda-Marge von 9,9 Prozent.

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