Luxussparte
Thyssen-Krupp will Yachten-Champion werden

Der Industriegüterkonzern Thyssen-Krupp will beim Bau von großen Luxusyachten weltweit die Führungsrolle übernehmen.

HB KIEL. "Wir sind hier noch nicht Marktführer, aber wir streben das an", sagte Klaus Borgschulte, Chef der zu Jahresbeginn gegründeten Werftentochter Thyssen-Krupp Marine Systems (TKMS). Derzeit habe TKMS einen Marktanteil von 30 %, die Bremer Werft Lürssen stehe mit 50 % noch unangefochten auf dem Spitzenplatz. Die Megayachten seien in der neuen Werften-Gruppe die einzige nicht-militärische Kernaktivität, sagte Borgschulte.

Der Weltmarkt für die Luxus-Yachten ab einer Länge von 100 Metern ist seit Jahren relativ stabil. Pro Jahr würden zwischen drei und vier der Schiffe bestellt, sagte Borgschulte. Das Marktvolumen liege bei etwa 1,3 Mrd. Euro. Die Auftraggeber nannte Borgschulte nicht. Heutzutage kämen nicht mehr so viele Bestellungen aus dem arabischen Raum, sondern verstärkt aus Russland, sagte er bloß. In der Branche wird unter anderen der russische Milliardär Roman Abramowitsch als TKMS-Kunde genannt. Abramowitsch ist in Westeuropa durch die Übernahme des englischen Fußballclubs FC Chelsea bekannt geworden.

Zuletzt lieferte TKMS Ende 2003 die Mega-Yacht „Octopus“ an den Microsoft-Mitgründer Paul Allen ab. Zu den Besonderheiten des Schiffes gehört ein kleiner U-Boot-Hafen. Andere Groß-Yachten bieten versenkbare Hubschrauber-Landeplätze oder höhenverstellbare Schwimmbäder.

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