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06.01.2009 
Industrie

Lyondell-Basell prüft Insolvenz

Der amerikanisch-niederländische Chemiekonzern Lyondell-Basell kämpft mit Finanzschwierigkeiten und prüft einen Insolvenzantrag. Das bestätigte am Dienstag ein Sprecher des Unternehmens in Wesseling bei Köln.

Der Chemiekonzern Lyondell-Basell beschäftigt mehr als 2000 Menschen in seinem Werk bei Köln. Foto: ReutersLupe

Der Chemiekonzern Lyondell-Basell beschäftigt mehr als 2000 Menschen in seinem Werk bei Köln. Foto: Reuters

HB WESSELING. Dort hat Lyondell-Basell seinen größten europäischen Produktionsstandort, ein Chemiewerk mit mehr als 2000 Beschäftigten. "Wir sind gerade dabei, die Belegschaft zu informieren", sagte der Sprecher. "Die Entscheidungen fallen allerdings im Vorstand, und der sitzt in Rotterdam beziehungsweise in Houston. Wir kriegen hier alles nur mit einer gewissen Verzögerung mit."

Der amerikanische Unternehmensteil erwäge einen Insolvenzantrag nach Kapitel 11 des US-Konkursrechts. Dieses biete die Möglichkeit, ein Unternehmen vor dem Zugriff von Gläubigern zu schützen und es unter der Aufsicht eines Gerichts zu reorganisieren, sagte der Sprecher.

Die Probleme des Konzerns mit 17 000 Beschäftigten lägen vor allem in Amerika. Die Krise habe bisher keinerlei Auswirkungen auf das deutsche Werk, in dem Kunststoffgranulate hergestellt werden. "Wenn jetzt zuweilen der Eindruck erweckt wird, wir stünden schon mit einem Fuß im Grab, dann kann ich nur sagen, dem ist nicht so." Ein Insolvenzantrag sei noch keine beschlossene Sache. "Es wäre auch noch denkbar, auf dem Verhandlungsweg eine Einigung zu erzielen", sagte der Sprecher. Eine Entscheidung dazu sei schnell zu erwarten, auf jeden Fall noch im Januar.

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