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08.01.2009 
Petrochemie-Riese

Lyondell-Basell sieht Chance für Sanierung

Der insolvente Petrochemie-Riese Lyondell-Basell glaubt an eine erfolgreich Umstrukturierung seiner weltweiten Geschäfte. "Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, um erfolgreich voranzugehen", so ein Unternehmenssprecher am Donnerstag. Dazu gehöre auch der Verkauf von Unternehmensteilen.

HB AMSTERDAM/NEW YORK. Die Firma erarbeite derzeit einen Plan für die Umstrukturierung ihres weltweiten Geschäfts, sagte er. In den USA hat der unter seiner Schuldenlast zusammengebrochenen Konzern Aussicht auf eine Übergangsfinanzierung von mehr als zwei Mrd. Dollar. Für die kommenden zwei Tage genehmigte ein Insolvenzgericht einen 100-Millionen-Dollar-Überbrückungskredit von der Citibank.

LyondellBasell sind die Barmittel ausgegangen, weshalb es am Dienstag Gläubigerschutz beantragte. Zudem muss der Konzern in Kürze Kredite von mehr als einer Milliarde Dollar zurückzahlen. Mit der Finanzhilfe sollten die zentralen Abteilungen des weltweit drittgrößten Petrochemiekonzern ihre Arbeit fortsetzen können, begründete das Gericht in Manhattan seine Entscheidung.

Die rund 2,2 Mrd. Dollar kommen demnach im Rahmen der Finanzierung nach US-Konkursrecht (debtor-in-possession financing) von einer Gruppe bisheriger Kreditgeber, darunter UBS Securities. Insgesamt soll sich die Finanzierung auf bis zu acht Mrd. Dollar belaufen. Fast 80 Gesellschaften des unter einem massiven Nachfrageschwund leidenden Konzerns - darunter die europäische Basell Germany Holdings - hatten Antrag auf Gläubigerschutz gestellt.

LyondellBasell gehört der niederländischen Investmentfirma Access Industries des russischstämmigen Milliardärs Len Blawatnik, der auch an Air Berlin beteiligt ist. In Deutschland betreibt LyondellBasell einen großen Chemiekomplex in Wesseling bei Köln und besitzt weitere Anlagen unter anderem in Ludwigshafen, in Frankfurt Höchst und im bayerischen Münchsmünster.

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