Mängel im Getriebe
VW entgeht Blamage in China

Tausende chinesischer Kunden hatten sich über ein Getriebe von VW beschwert, bis sich die Behörden einschalteten. Volkswagen wies die Vorwürfe zurück, Rückrufe seien nicht nötig. Die Behörden geben dem Konzern recht.
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PekingDie chinesische Verbraucherschutzbehörde hat Volkswagen bescheinigt, im Umgang mit Kundenklagen über Getriebeprobleme richtig gehandelt zu haben. „Experten sind nach Analyse und Abwägung der Probleme mit den betreffenden Gangschaltungen zu der Ansicht gelangt, dass das Phänomen sich derzeit nicht als Qualitätsmangel darstellt“. Dies schrieben die Beamten dem Konzern am 19. Juni berichtet die Shanghaier Tageszeitung First Financial Daily in ihrer Onlineausgabe.

In China war zuletzt Unzufriedenheit mit der Kundenbehandlung von VW aufgekommen. Das Unternehmen habe es versäumt, Autos wegen einer angeblich fehlerhaften Generation von Schaltgetrieben zurückzurufen, so der Vorwurf. Tausende Kunden haben sich in Blogs und Onlineforen unzufrieden geäußert.

Am 13. März haben sich auch die Aufseher von der Administration of Quality Supervision, Inspection and Quarantine (Aqsiq) eingeschaltet. Die Behörde hat eine Prüfung des Sachverhalts angekündigt. Beobachter haben darin einen Warnschuss für VW gesehen: Beim ausländischen Marktführer duldet der Staat keine Nachlässigkeit. Im Raum stand die Drohung, das Unternehmen zu einem aufwendigen Rückruf zu zwingen.

Für Volkswagen ist China bereits der wichtigste einzelne Absatzmarkt. Jedes dritte Auto verkauft der Konzern in dem asiatischen Wachstumsland. Der Konzern will die Herstellungskapazität dort bis 2018 auf vier Millionen Autos im Jahr erhöhen. Er plant bis 2016 Investitionen in Höhe von 14 Milliarden Euro. Vom Wohlwollen der chinesischen Kunden hängt also einiges ab. Während die Verbraucher früher froh waren, überhaupt ein westliches Auto zu bekommen, erwarten sie heute von einem deutschen Anbieter makellose Qualität.

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Das Getriebe klemmt, die Kupplung ruckelt

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