Magazinbericht
Siemens dünnt seine Verwaltung aus

Siemens will einem Medienbericht zufolge den geplanten Jobabbau vor allem in der Verwaltung durchführen. Die Zahl der Stellen ist bisher nicht bekannt. Der Konzern wird sein Sparprogramm im November vorstellen.
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FrankfurtSiemens will einem Magazinbericht zufolge im Zuge seines Sparprogramms vor allem Stellen in der Verwaltung streichen. Dabei sollten Doppelfunktionen in der zentralen Verwaltung und den einzelnen Sparten beseitigt werden, berichtete das "manager magazin" am Mittwoch vorab unter Berufung auf Konzerninsider. Zudem sollten die Konzernvertretungen in 190 verschiedenen Ländern und der zentrale Einkauf überprüft werden. Mit tieferen Einschnitten müssten die Sparte Infrastructure and Cities sowie die Bereiche Windkraft und Solar rechnen. Konkrete Vorgaben zur Zahl der abzubauenden Stellen und der Höhe der Einsparungen gebe es allerdings nicht.

Ein Siemens-Sprecher wollte sich zu den in dem Bericht genannten Maßnahmen nicht äußern. "Wir arbeiten derzeit an dem Sparprogramm. Die Grundzüge werden Anfang Oktober bei einem Führungskräfte-Treffen vorgestellt", sagte er lediglich. Der Öffentlichkeit werde das Programm bei der Pressekonferenz zur Bilanz des Geschäftsjahres 2011/2012 am 8. November präsentiert.

Bei der Vorlage der Quartalszahlen im Juli hatte Siemens-Chef Peter Löscher Belegschaft und Investoren auf schlechtere Zeiten eingestimmt und das Jahresziel von mindestens 5,2 Milliarden Euro Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft unter Vorbehalt gestellt: "Angesichts des verschlechterten Umfelds ist es schwieriger geworden, unsere Prognose für das Geschäftsjahr zu erreichen." Löscher hatte damals für den Herbst ein Programm angekündigt, mit dem der Konzern auf geringere Kosten und mehr Effizienz getrimmt werden soll. Fragen nach einem bevorstehenden Stellenabbau ließ Siemens bislang offen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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