Magazinbericht über Einkaufskooperation
BMW und Mercedes machen gemeinsame Sache

Bei den Verhandlungen über eine Kooperation zwischen BMW und Daimler gibt es nach einem Bericht der Fachzeitschrift "auto motor und sport" erste Ergebnisse. Beide Unternehmen wollten kooperieren, um beim Kauf von Komponenten, die nicht markendifferenzierend seien, Kosten zu sparen, hieß es unter Berufung auf Unternehmenskreise beider Hersteller.

HB MÜNCHEN. Dabei handele es sich vor allem um Basisfunktionen wie Fensterheber, Zugangssysteme, Verstellmotoren, Lüftungssysteme und Sitzgestelle, hieß es. Die Kooperation solle kurz vor der Unterschriftsreife stehen. Zu einer gemeinsamen, eigenständigen Einkaufsorganisation könne man sich allerdings nicht durchringen, verlautete dem Bericht zufolge aus Führungskreisen.

Ein BMW-Sprecher wollte sich zu dem Bericht am Samstag nicht näher äußern. Gespräche mit Daimler über Einkaufsthemen seien aber bereits zu einem früheren Zeitpunkt bestätigt worden. Nähere Einzelheiten könnten aber erst bekanntgegeben werden, wenn es zu einer Vereinbarung komme, sagte der Sprecher. Dem Bericht gilt zudem als gesichert, dass Daimler in Zukunft seine Zwölfzylinder-Motoren nur noch mit BMW zusammen nutzen werde. Ein potenzieller dritter Partner sei die britische Luxusmarke Aston Martin, die bereits in Gesprächen mit beiden Premiummarken stehe.

Auch die bereits laufende Kooperation zur Entwicklung eines Hybridantriebes wollten BMW und Daimler vertiefen. Nach internen Plänen werde Daimler den Nachfolger der S-Klasse, der 2012 auf den Markt komme, ausschließlich mit Hybrid-Motoren anbieten. Bei einem weltweiten Jahresabsatz im vergangenen Jahr von 85 500 S-Klasse- Exemplaren und zusätzlich 44 000 Autos der BMW 7er-Reihe lasse Daimler-Chef Dieter Zetsche derzeit durchrechnen, ob nicht sogar eine Eigenentwicklung und Produktion von Lithium-Ionen-Batterien ohne Hilfe von Zulieferern Sinn mache, wenn mit BMW kooperiert werde.

Unabhängig von der vertieften Zusammenarbeit mit Daimler führe BMW auch die Gespräche mit dem Fiat-Konzern weiter, die in eine Kooperation zwischen Mini und Alfa Romeo münden könnte, hieß es in dem Bericht.

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