Magnetschwebebahn könnte Katar mit Oman verbinden: Staaten am Persischen Golf prüfen Transrapid

Magnetschwebebahn könnte Katar mit Oman verbinden
Staaten am Persischen Golf prüfen Transrapid

Der Transrapid könnte schon bald auf einer Langstrecke in der arabischen Wüste zum Einsatz kommen. Wenn Kanzler Schröder Anfang März die Golf-Region besucht, soll eine Absichtserklärung unterzeichnet werden

HB BERLIN. In Schanghai verbindet der Transrapid bereits die Stadt mit dem Flughafen, ähnliches ist für München geplant – und möglicherweise könnte die Magnetschwebebahn aus Deutschland demnächst erstmals auf einer Langstrecke am Persischen Golf durch die Wüste brausen. Wie am Wochenende am Rande des Besuchs von Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) in Doha, der Hauptstadt des Emirats Katar verlautete, soll eine entsprechende Absichtserklärung Anfang März unterzeichnet werden.

Dann besucht Kanzler Gerhard Schröder (SPD) die Region. Noch steht die Machbarkeitsstudie für eine knapp 2000 Kilometer lange Trasse aus – die Verkehrsminister des Golf-Kooperationsrates GCC wollen sie in Auftrag geben. «Die Chancen für einen Bau stehen gut», hieß es aus diplomatischen Kreisen, wie die Agentur dpa am Sonntag berichtete.

Geprüft werde zunächst ein erstes Teilstück von Katar über eine neue Brücke ins benachbarte Bahrain sowie eine Verlängerung in die Vereinigten Arabischen Emirate. Am Ende könnte die Strecke bis hinunter nach Oman erweitert werden. Die Staaten erwägen offenbar aber auch den Einsatz von Schienensystemen.

Der Industriekonzern ThyssenKrupp, der die Schnellbahn mitentwickelt hat, will anlässlich der Kanzlervisite ein Büro in Doha eröffnen. Wie das Magazin «Focus» zudem berichtete, stößt Schröders Besuch in der Golfregion bei der Wirtschaft auf riesiges Interesse: Mehr als 600 Unternehmensvertreter hätten sich beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) um einen Mitflug in der Regierungsmaschine beworben, so das Magazin.

Der Wirtschaftsdelegation stünden üblicherweise aber nur 20 Plätze zur Verfügung. Nun würden rund 170 Manager zu ausgewählten Stationen gesondert anreisen. Der Kanzler besucht vom 27. Februar bis 4. März sieben Golfstaaten.

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