MAN-Betriebsratschef

Jürgen Dorn wird Personal-Manager bei VW

Bei MAN stehen einige Veränderungen an: Der Mutterkonzern will den Lastwagenbauer aufteilen. Zudem wechselt der langjährige Betriebsratschef, Jürgen Dorn, auf einen Management-Posten im Personalwesen von VW.
Update: 22.05.2015 - 13:14 Uhr Kommentieren
Welchen Posten Jürgen Dorn beim MAN-Mutterkonzern übernehmen wird, ist bislang unklar. Quelle: AFP
Fahnen der Volkswagen-Gruppe

Welchen Posten Jürgen Dorn beim MAN-Mutterkonzern übernehmen wird, ist bislang unklar.

(Foto: AFP)

MünchenMitten im Umbau des Lastwagen- und Maschinenbauers MAN wechselt der langjährige Betriebsratschef die Seiten und heuert beim Mutterkonzern VW als Manager an. In einem persönlichen Brief an seine Kollegen der Lkw-Sparte MAN Truck & Bus, der Reuters am Freitag vorlag, schrieb Jürgen Dorn: „Ich werde zum 1. Juni eine Management-Funktion im Personalwesen von Volkswagen antreten.“

Ein VW-Sprecher sagte, Dorn werde Abteilungsleiter bei der AG. Nach der Integration von MAN in den VW-Konzern und nach 17 Jahren an der Spitze des Betriebsrates habe er sich entschieden, sich persönlich zu verändern, schrieb Dorn, der seit 1986 bei MAN arbeitet und als Betriebsratschef die Übernahme durch VW und die jetzt anstehende Umstrukturierung samt Straffung des Nutzfahrzeuggeschäfts begleitet hat.

VW spaltet die Münchner Tochter organisatorisch auf: Das Nutzfahrzeug-Geschäft wird in die neue Truck-Holding des Mutterkonzerns eingebracht und soll endlich enger mit dem schwedischen Lkw-Bauer Scania zusammenarbeiten, der ebenfalls zu Volkswagen gehört. Das Geschäft mit Großmotoren, Getrieben und Turbinen wird andernorts im VW-Konzern angesiedelt.

Das ist die Flotte von VW
Vier Falcon 7X
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Im Jahr 2005 feierte das Spitzenmodell des französischen Herstellers Dassault seine Premiere auf der "Le Bourget Air Show". Vier Exemplare gehören heute zur Flotte von Lion Air Services, der Privatjet-Tochter von VW. Das Modell kann nonstop bis zu 11.000 Kilometer zurücklegen und biete Platz für bis zu 19 Passagiere. Dafür muss man allerdings einen stolzen Listenpreis von 41 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Drei Dassault Falcon 900EX
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Den zweigrößten Anteil an der VW-Flotte macht ein etwas älteres Modell von Dassault. Aus. Die 900EX fliegt bis zu 8400 Kilometer weit und ist auch langsamer als die 7X.

Eine Dassault Falcon 2000
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Nicht nur das Foto lässt es erahnen: die Dassault Falcon 2000 ist schon ein wenig in die Jahre gekommen und taugt mit 5.400 Kilometern Reichweite auch nicht für einen Direktflug nach China oder Südamerika. Aber immer noch ist ein Exemplar in der Flotte von Lion Air Services.

Eine Dassault Falcon 900B
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Ein paar Jahre haut auch die Falcon 900B auf dem Buckel. Mit einer Reichweite von 7.400 Kilometern ist sie für die VW-Privatjetflotte aber immer noch vielseitig einsetzbar.

Eine Airbus ACJ319
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Normalerweise sind mit mit der Privatjet-Version des Passagierfliegers fast nur Staatschefs und gekrönte Häupter unterwegs. Doch auch VW hat ein Exemplar in der Flotte. Der Jet hat nicht nur eine Reichweite von 11.100 Kilometern, sondern bietet auch allen Komfort im Inneren...

Der Airbus ACJ319
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Auch wenn Volkswagen keine offiziellen Fotos der eigenen Flieger herausgibt: So präsentiert Hersteller Airbus den Innenraum auf den Flugzeugmessen. Im Schnitt werden die Flugzeuge mit Sitzplätzen für acht Passagiere ausgeliefert. Und die erwartet ungemeiner Komfort.

Bruchlandung
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Nicht immer gehen die Flüge glimpflich aus. Die Nase eines VW-Business-Jets küsst die Wiese auf dem Emdener Flughafen. Am 18. November 2009 war er über die Landebahn gerutscht. Die Passagiere kamen mit dem Schrecken davon.

Als dies vergangene Woche bekannt wurde, sorgten Berichte über eine Zerschlagung von MAN für Aufregung und befeuerten alte Gerüchte über einen möglichen Verkauf des Maschinenbau-Geschäfts. Betriebsratschef Dorn bezeichnete diese als falsch und sprach vom „Beginn von etwas großem Neuen“.

Der fast 49-Jährige wurde 2002 Vorsitzender des Betriebsrats von MAN Truck & Bus im Werk München und ein Jahr später des Gesamtbetriebsrates. Seit 2008 ist er zudem Chef des Konzernbetriebsrats von MAN. Bei VW ist er ebenfalls Mitglied in mehreren Betriebsräten, seit 2013 sitzt er auch im Aufsichtsrat des Mutterkonzerns.

  • rtr
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