MAN bleibt außen vor
Scania und Hino vertiefen Kooperation

Scania hat seine Zusammenarbeitet mit dem japanischen Hersteller Hino Motors ausgeweitet. Derweil wird der schwedische Lastwagenbauer weiter vom MAN-Konzern umworben.

HB STOCKHOLM. Die mittelschweren Laster von Hino würden über Scanias Vertriebsnetz in Südkorea verkauft, teilte Scania am Montag mit. Der Vertrieb würde im Frühjahr 2007 aufgenommen. Über finanzielle Einzelheiten des Abkommens machte das Unternehmen keine Angaben. Hino und Scania sind über eine strategische Allianz bereits seit 2002 miteinander verbunden.

„Ich denke nicht, dass dieser Schritt in direkten Zusammenhang zu der MAN-Offerte zu setzen ist“, sagte ein Analyst in Stockholm. „Aber es ist anzunehmen, dass sie solche Entscheidungen vorgezogen haben, um zu zeigen, dass sie es auch alleine schaffen.“ MAN will Scania für rund zehn Milliarden Euro übernehmen. Scania und die schwedische Industriellenfamilie Wallenberg, die insgesamt über rund 30 Prozent der Stimmrechte an dem Lkw-Hersteller verfügt, lehnen die Offerte jedoch ab.

Zünglein an der Waage ist der Wolfsburger Autokonzern Volkswagen, der sowohl bei Scania als auch bei MAN Großaktionär ist. Ende vergangener Woche verlängerte MAN die Annahmefrist für sein Scania-Angebot bis Ende Januar 2007, da die Europäische Kommission mehr Zeit für ihre wettbewerbsrechtliche Prüfung der Pläne braucht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%