0 Bewertungen
06.12.2007 
Weiteres Rekordjahr erwartet

MAN braucht keine Lkw-Allianz mehr

Mit einer Übernahme von Scania wollte MAN zur Nummer Eins im europäischen Lastwagen-Markt aufsteigen. Doch der weltweite Boom im Lkw-Geschäft lässt bei MAN die Pläne für eine Allianz mit dem Konkurrenten in den Hintergrund rücken. Die Prioritäten haben sich verschoben.

MAN setzt nun auf organisches Wachstum. Foto: dpaLupe

MAN setzt nun auf organisches Wachstum. Foto: dpa

HB MÜNCHEN. „Wir haben keine Eile. Jetzt konzentrieren wir uns auf organisches Wachstum“, sagte Vorstandschef Hakan Samuelsson am Mittwochabend in München. Er verwies auf prallvolle Auftragsbücher und voll ausgelastete Werke. MAN strebe aber das Dreierbündnis mit Scania und der Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen nach wie vor an. „Um weiterzukommen, müssen wir eine einvernehmliche Lösung ohne Verlierer suchen.“

MAN hatte vor gut einem Jahr ein Übernahmeangebot für Scania vorgelegt, um zur Nummer Eins im europäischen Lastwagen-Markt aufzusteigen. Die gut zehn Milliarden. schwere Offerte scheiterte am Widerstand aus Schweden. Seitdem herrscht offiziell Funkstille. Im Sommer hatte Samuelsson noch auf eine Lösung bis Ende dieses Jahres gedrängt, war davon aber abgerückt.

„Wir haben Geduld zu warten“, betonte Samuelsson nun – wie lange noch, wollte er nicht verraten. „Wir spekulieren nicht über einen Zeitplan.“ Die Fäden hält ohnehin VW-Patriarch und MAN-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech in der Hand. Der Wolfsburger Autokonzern ist sowohl bei MAN als auch bei Scania größter Aktionär. Samuelsson legte sich nicht auf eine Fusion oder Akquisition fest: „Wir sind offen für alle Möglichkeiten der Partnerschaft.“

Lesen Sie weiter auf Seite 2: MAN steht vor weiterem Rekordjahr

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterKöpfe

Der ewige Student  Artikel in Merkliste

Mark Zuckerberg ist mit dem sozialen Netzwerk Facebook in Deutschland nicht erfolgreich. Zum Start einer neuen Marketing-Kampagne ist er nach Berlin gereist – und attakiert die deutsche Nummer eins StudiVZ. Artikel


Anzeige