MAN-Tochter setzt verstärkt auf Anlagengeschäft
Ferrostaal legt beim Umsatz zu

Ferrostaal profitiert vom weltweiten Stahlboom. Der Umsatz stieg 2004 um elf Prozent. Der zum MAN-Konzern gehörende Anlagenbauer und Stahlhändler will außerdem den Gewinnrückgang des vergangenen Jahres wieder wettmachen und den Gewinn 2005 kräftig steigern.

HB DÜSSELDORF. „Wir werden ein deutlich besseres Ergebnis ausweisen“, sagte Vorstandschef Matthias Mitscherlich am Freitag in Essen. Vor allem im Anlagenbau sei einiges in Vorbereitung. So rechne er in den nächsten Tagen mit einem Großauftrag aus Oman für eine große Methanolanlage. Realistische Chancen auf neue Projekte sieht der Vorstandschef außerdem in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Indonesien, Indien und Pakistan.

Für das zweite Standbein, den Stahlhandel, ist Mitscherlich nicht ganz so optimistisch: „Wir erwarten eine gewisse Marktberuhigung“, sagte er. Das Niveau werde aber hoch bleiben. Der weltweite Stahlboom hatte Umsatz und Auftragseingang des Stahlhandels von Ferrostaal im vergangenen Jahr kräftig steigen lassen. Der Anlagenbau verzeichnete dagegen leichte Rückgänge, was Mitscherlich mit dem durch einen ungewöhnlich großen Auftrag aus Trinidad verursachten besonders hohen Auftragseingang des Vorjahres erklärte. Konzernweit stieg der Umsatz um elf Prozent auf 3,2 Mrd. €.

Der Gewinn der MAN-Tochter verminderte sich 2004 vor Steuern trotz des guten Stahlgeschäfts auf 62 (2003: 65) Mill. €. Mitscherlich machte dafür vor allem die Mitte 2004 verkaufte Tochterfirma DSD Stahlbau verantwortlich. DSD habe Ferrostaal im abgelaufenen Geschäftsjahr durch Restrukturierungsaufwendungen und Rückstellungen einen Verlust von rund 50 Mill. € eingebracht. DSD belaste Ferrostaal inzwischen nicht mehr, auch wenn Ferrostaal noch mit 49 % an dem Unternehmen beteiligt sei.

Für das laufende Jahr rechnet Ferrostaal mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 82,4 Mill. €. 2007 soll das Ebit dann die Marke von 100 Mill. € überschreiten.

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