Management überrascht positiv
Shell kommt mit dem Konzernumbau voran

Mit dem Beginn der Berichtssaison der europäischen Ölkonzerne richtet sich die Aufmerksamkeit von Analysten und Anlegern auf Royal Dutch/Shell.

HB/dih/tom LONDON. Der niederländisch-britische Konzern hat das wohl turbulenteste Jahr seiner Geschichte hinter sich gebracht: Der Skandal der verschleierten Fehlbewertung von fast einem Viertel der Ölreserven führte unter anderem dazu, dass Shell nun auch seine Doppelstruktur abschaffen und die beiden Muttergesellschaften Royal Dutch und Shell Transport & Trading fusionieren will.

Wenn der Konzern, die Nummer zwei in Europa nach BP, am Donnerstag in London die Geschäftszahlen für das Jahr 2004 präsentiert, erwartet die Finanzwelt auch Neuigkeiten über den Erfolg der Schritte, die das neue Management um Vorstandsvorsitzenden Jeroen van der Veer und dem Chef der Exploration und Produktion, Malcolm Brinded, eingeleitet haben. Van der Veer hatte erst kürzlich auf einer Tagung für Führungskräfte seinen und Brindeds Verbleib in ihren Positionen vom Gelingen des Konzernumbaus abhängig gemacht.

„Bisher läuft alles nach Plan“, kommentiert Ruben Mikkas von der niederländischen Fondsgesellschaft Robeco, einem der größten europäischen Investoren von Shell. Das Management habe wegen des zügigen Starts sogar positiv überraschen können. Allerdings, so fügt Mikkas hinzu, dürfe man mit Blick auf die Probleme im operativen Geschäft – vor allem die Schwierigkeiten, die Produktion von Öl und Gas zu steigern – nicht mit schnellen Ergebnissen rechnen.

Die Stärken des Konzerns lägen in der mittelfristigen Perspektive: In unkonventionellen Vorkommen wie Ölsänden aber auch im Geschäft mit verflüssigtem Gas (LNG) oder aus Gas gewonnenen Kraftstoffen (GTL), erläutert der Fondsmanager. Die meisten Analysten sind sich einig: Obwohl Shell die Überprüfung seiner Reserven noch nicht vollständig abgeschlossen habe, werde es keine weiteren negativen Überraschungen geben. Das Management will nun 20 Projekte auswählen, die sich am einfachsten dazu nutzen lassen, die Produktion zu erhöhen. Diesen sollen dann zusätzliche personelle wie technische Ressourcen zugeteilt werden.

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