Manner plant Expansion in Deutschland
Die Waffelbäcker kommen

Der österreichische Marktführer bei Süßigkeiten, Manner, plant die Expansion nach Deutschland – auch Zukäufe sind möglich.

HB WIEN. Verkaufsvorstand Michael Baumgärtner dem Handelsblatt bestätigte, will Manner im nächsten Sommer mit eigenen Vertriebsbüros nach Köln ziehen und in den deutschen Großstädten so genannte Manner-Shops nach Wiener Vorbild eröffnen. Bislang kooperierte Manner beim Vertrieb in Deutschland mit dem Schokoladenhersteller Stollwerck, der jedoch unter Führung seines neuen Eigentümers Barry Callebaut saniert und verkleinert wird.

Der Vertrag mit Stollwerck laufe im Juni aus, bestätigte Baumgärtner. „Wir wollen dann nicht länger irgendwo das fünfte Rad am Wagen sein, sondern die Expansion selbst in die Hand nehmen.“

Manner ist ein familiengeführtes Unternehmen, dessen 850 Mitarbeiter in diesem Jahr voraussichtlich 140 Mill. Euro Umsatz erwirtschaften werden. 15 Mill. Euro davon stammen bislang aus Deutschland. Die Expansionspläne sollen dazu führen, dass sich der Umsatz in Deutschland innerhalb von zwei Jahren verdoppelt.

Manner ist hier zu Lande bislang nur mit 40 Artikeln im Einzelhandel vertreten. Am bekanntesten sind die quadratischen, in rosa Papier eingepackten Waffeln. Für die Marke interessierte sich bislang auch immer wieder die Konkurrenz. Natürlich hätten Unternehmen wie der Schweizer Lebensmittelgigant Nestlé schon Interesse gezeigt, heißt es aus der Unternehmenszentrale in Wien. „Aber wir bleiben selbstständig.“

Künftig wollen die Österreicher ihr gesamtes Sortiment, das insgesamt 1500 Artikel umfasst, in Deutschland anbieten. Dabei werden sie die so genannten Harddiscounter meiden: Bei Aldi und Lidl wird es die Marke, die sich als Premium-Produkt positionieren will, nicht geben. Manner produziert für diese Geschäftspartner aber weiterhin einige Handelsmarken.

Grund für die Expansion dürfte auch der Druck steigender Rohstoffpreise sein, den die Österreicher nachhaltig spüren. Für ihre Produkte brauchen sie neben Kakao vor allem Haselnüsse, deren Preis sich im Moment auf einem Allzeithoch befindet. Eine Ausweitung der Produktion in den drei österreichischen Werken könnte die Stückkosten erheblich senken.

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