
Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) sagte am Mittwochabend in Frankfurt, „die Landesregierung ist gesprächsbereit, alle Möglichkeiten zu untersuchen und zu unterstützten, um Arbeitsplätze am Standort Offenbach zu erhalten.“ Er fügte hinzu: „Wir führen Gespräche mit dem Insolvenzverwalter. Uns ist zugesagt worden, uns das Konzept vorzulegen, das heute im Gläubigerbeirat diskutiert wurde. Daraufhin werden wir überprüfen und Gespräche führen, ob die Möglichkeit besteht, eine Landesbürgschaft zu gewähren. Dazu brauchen wir jetzt aber nähere Unterlagen.“ „Die Hängepartie geht weiter“, sagte die örtliche IG Metall-Bevollmächtigte Marita Weber. „Die Beschäftigten bei Manroland in Offenbach sind enttäuscht, dass die Rettung von Manroland nicht ihren Standort umfasst“.
In Augsburg sollen von rund 2200 nur noch 1500 Stellen übrig bleiben, in Offenbach von 1760 noch 750. Die bisherigen Manroland-Eigentümer Allianz und MAN haben bereits 24 Millionen Euro für Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften zugesagt.
Die IG Metall trägt die Lösung im Kern mit. Vorstandsmitglied Jürgen Kerner, der auch stellvertretender Aufsichtsratschef von Manroland ist, sagte: „Damit ist ein Standort durch einen breit aufgestellten Mittelständler gesichert. Jetzt müssen sich alle Anstrengungen darauf richten, auch für die anderen Standorte tragfähige Lösungen für eine langfristige Fortführung zu finden.“ Für die vor der Entlassung stehenden Mitarbeiter müssten Brücken in eine neue Beschäftigung gebaut werden. Hier seien die Politik und die regionalen Unternehmen gefordert.
Manroland schreibt seit Jahren rote Zahlen und hatte Ende November Insolvenz angemeldet. Wie die gesamte Branche leidet das Unternehmen unter dem Internetboom und dem zunehmenden Preiskampf. Possehl setzte sich im Gläubigerausschuss gegen den US-Investor Platinum Equity durch, der Manroland komplett kaufen wollte. Platinum habe aber kein Beschäftigungskonzept gehabt, sagte Schneider. Auch die IG Metall hatte eine langfristige Lösung mit dem US-Finanzinvestor bezweifelt. Bei Possehl setzen die Gewerkschafter auf ein langfristiges industrielles Interesse.
Die Possehl-Gruppe ist ein Mischkonzern mit neun unabhängigen Geschäftsbereichen. Sie machte im vergangenen Jahr rund rund 2,5 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigt rund 9300 Mitarbeiter, die Hälfte davon in Deutschland.
Da bist du 45 Jahre in ein und derselben Firma (OF)und dann bekommst du gesagt, dass alles aus ist für dich und demensprechend auch für weitere 1000 Mitarbeiter/innen.
man oh man
Dreijährige Zerschlagung Prozess .
„ Man hat rechtzeitig die Krise erkannt“, hisse es vor drei Jahren im Kreise der Führung, als man die Finanz Hilfe in Form des Kurzarbeitergeldes bekommen hat, um die Massenentlassungen zu verhindern. Ein Drittel der Belegschaft in Offenbach musste gehen, 200 Hundert Leute gehen auf drängeln der Personalleitern in die Altersteilzeit und hoffen, sie haben sich und die Firma geholfen. Verzweiflung und Enttäuschung. Denn auch die sind jetzt arbeitslos. Viele Mitarbeiter waren dauerhaft in Kurzarbeit geschickt und ihre Arbeit wurde durch Überstunden der anderen Kollegen aufgefüllt. Die anderen wurden Finanziell abgefunden und freiwillig gegangen. Und wenn manche das nicht taten, mussten die Härte des „Reinigungsprozesses“ kennenlernen. Mobbing, und Diskriminierung waren ständiger Begleiter. Insolvenz, das war doch abzusehen. „Heilungsprozess“ ist fehgeschlagen. Aber ist das alles mit Recht geschehen. Halbierte Firma kauft sich günstiger. Die Chinesen schätzen manroland. Das wissen nicht nur die Vorstandsmitglieder das wissen auch die Mitarbeiter und nicht zuletzt die bisherigen Investoren die Insolvenz vorangetrieben haben. Ich denke der verehrte Insolvenzverwalter ist zu gleich Wirtschaftsprüfer und ich als Leier könnte mir etwas mehr wünschen. Statt, nur Leute auf die Straße zu setzen und Firma zu verramschen, den Gebrauch des erwähnten Wortes, Wirtschaftsprüfer, in Anspruch zu nehmen. Auch die Arbeitnehmer zahlen ordentlich in der Staatskasse und haben Recht auf die Wahrheit.Ich hoffe, Recht wird den Weg finden.
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