Margendruck bleibt hoch
Anlaufkosten in Asien belasten Balda-Gewinn

Der weltweit zweitgrößte Handygehäuse-Hersteller Balda hat im ersten Quartal 2006 trotz einer Umsatzsteigerung weniger verdient.

HB DÜSSELDORF. Kosten für Produktionserweiterungen in China und eine höhere Steuerquote hätten das Ergebnis belastet, teilte das im Kleinwerteindex SDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Bad Oeynhausen mit. So sei der operative Gewinn (Ebit) um 28,7 Prozent auf 7,3 Mill. Euro gesunken, der Überschuss auf 4,0 (Vorjahreszeitraum: 9,3) Mill. Euro. Der Umsatz legte dagegen um 14,7 Prozent auf 92,7 Mill. Euro zu. Kräftige Steigerungen verbuchte Balda in Europa mit einem Plus von 14,1 Prozent auf 61,8 Mill. Euro sowie in Asien mit 28 Prozent auf 28 Mill. Euro. Das Ergebnisniveau liege „voll und ganz“ im Plan, erklärte Balda.

Für 2006 bekräftigte Balda seine Prognose, die einen Anstieg des Konzernumsatzes um 15 Prozent auf 450 bis 460 Mill. Euro vorsieht. Der Vorsteuergewinn werde aber wegen des Margendrucks voraussichtlich auf 46 bis 48 (49,7) Mill. Euro sinken.

Zum Wachstum sollen in diesem Jahr die beiden neuen Werke in Asien wesentlich beitragen. In Chinas Hauptstadt Peking, wo auch die Balda-Kunden Nokia und Ericsson produzieren, startet derzeit die Serienfertigung, im indischen Nokia-Standort Chennai soll im Sommer ein Betrieb eröffnen.

Die Nummer Eins der Handyausrüster ist die finnische Perlos-Gruppe, die zuletzt wegen hoher Produktionskosten einen Gewinneinbruch und die Schließung eines Werks in den USA bekannt gegeben hatte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%