Marginaler Nettogewinn erwartet
Schwarz Pharma rutscht in die roten Zahlen

Der Monheimer Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma hat im ersten Halbjahr unter anderem wegen Vergleichsaufwendungen in den USA im Zusammenhang mit seinem Magenmittel Omeprazol Verluste geschrieben. Für das Gesamtjahr stellte der Konzern aber nach wie vor einen marginalen Nettogewinn in Aussicht.

HB MONHEIM. Der Konzernverlust im ersten Halbjahr betrage 1,2 Millionen Euro nach einem Gewinn von 143,2 Millionen Euro vor Jahresfrist, teilte Schwarz Pharma am Montag in Monheim mit. Bereinigt um Rückstellungsauflösungen und die Aufwendungen zur Beilegung des Rechtsstreits in den USA sei ein kleiner Nettogewinn von 0,3 Millionen Euro verzeichnet worden. Schwarz Pharma hatte unlängst einen Patentstreit in den USA um das verkaufsstarke Magenmittel Omeprazol beigelegt und dabei mit dem Generika-Hersteller Mylan Pharmaceuticals Inc sowie dessen spanischem Partner Esteve Quimica S.A einen Vergleich geschlossen. Nach früheren Angaben von Mylan betragen die Zahlungen insgesamt 50 Millionen Dollar, wobei auf Mylan 37,5 Millionen Dollar entfallen.

Ausblickend kündigte Schwarz Pharma an, dass in diesem Jahr die Forschungs- und Entwicklungskosten 170 Millionen Euro überschreiten werden. „Dennoch rechnen wir bei einem erwarteten Umsatzvolumen von 850 Millionen Euro nach wie vor mit einem marginal positiven Jahresüberschuss“, prognostizierte Finanzvorstand Detlef Thielgen. Mit seiner Umsatzprognose liegt Schwarz am oberen Rand der bisherigen Schätzungen. Zudem bekräftigten die Monheimer, dass der Zulassungsantrag für das neue Parkinson-Pflaster Rotigotin wie geplant im laufenden dritten Quartal gestellt werden soll.

Im ersten Halbjahr schrumpfte der Umsatz wie erwartet deutlich auf 490,4 Millionen Euro nach 978,1 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Das mehrheitlich im Familienbesitz befindliche Unternehmen hatte 2003 einige Zeit davon profitiert, dass es als einziger Hersteller mit Omeprazol ein Nachahmerprodukt des lukrativen Magenmittels Prilosec auf dem US-Markt vertreiben konnte. Mit dem Markteintritt weiterer Wettbewerber im Sommer sanken aber die Umsätze, so dass sich der vor allem auf den Gebieten Urologie und Neurologie forschende Konzern nun an anderer Stelle nach Wachstumschancen umschauen muss.

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