Marijn Dekkers
Bayer-Chef will Fracking in Deutschland

Bayer-Chef und neuer VCI-Präsident Dekkers kritisiert die Energiekosten in Deutschland, sie seien eine Belastung für die Chemieindustrie. Er plädiert für die umstrittene Förderung von Schiefergas.
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MünchenDer Bayer-Chef und neue Präsident des deutschen Chemieverbands (VCI) Marijn Dekkers kritisiert die hohen Energiepreise auf dem Heimatmarkt. „Die hohen Energiekosten in Deutschland sind eine große Belastung für die chemische Industrie“, sagte Dekkers der Süddeutschen Zeitung (SZ/Montag).

Die Idee der Energiewende sei gut gewesen, nicht aber die Umsetzung. Die Förderung der erneuerbaren Energien koste zu viel Geld. „Wir bezahlen in Deutschland heute mehr als doppelt so viel für Strom wie in Amerika, auch mehr als in Frankreich. Das sind große Unterschiede.“

Abhilfe könnte Dekkers Meinung nach die Förderung von Schiefergas wie in den USA bringen. „Fracking wäre eine Alternative für Deutschland“, sagte er. Man sollte es wenigstens erproben und nicht gleich alles kategorisch ablehnen.

„Als Chemiker weiß ich, dass wir nur mit kontrollierten Experimenten weiterkommen. Und als Unternehmer weiß ich, dass man etwas wagen muss, um zu gewinnen.“ Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) will in den kommenden Monaten einen eigenen Vorschlag zur Gestaltung des Strommarktes präsentieren.

Trotz hoher Energiekosten rechnet Dekkers nicht damit, dass die chemische Industrie im großen Stil ins Ausland abwandert. „Lediglich die großen Firmen sind global tätig und könnten ins Ausland ausweichen, auch wenn das nicht immer sinnvoll ist“, sagte er. 93 Prozent der chemischen Industriebetriebe in Deutschland seien kleine und mittelständische Unternehmen. Diese müssten hier investieren und mit den Energiepreisen fertig werden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Schade! Ich dachte BAYER steht für einen nachhaltigen, verantwortungsvollen Umgang mit der Unwelt.

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