Marke Saturn
General Motors setzt im Heimatmarkt auf Opel-Technik

Die deutschen Opel-Ingenieure genießen bei Konzernmutter General Motors offenbar einen guten Ruf. Der angeschlagene US-Autokonzern will mit Rüsselsheimer Design und Technik in Nordamerika punkten.

HB FRANKFURT. Die nur in den USA und Kanada aktive GM-Marke Saturn wolle sich künftig stärker an den Opel-Modellen Vectra und Astra orientieren, sagte ein Opel-Sprecher am Montag. Das Fachmagazin „Auto Motor und Sport“ berichtete, dass bereits im nächsten Jahr in den USA erste Fahrzeuge der Marke Saturn auf den Markt kämen, die auf den Opel-Modellen Vectra und Astra basierten - mit leichten Modifizierungen für den amerikanischen Geschmack.

Es würden aber keine Opel-Modelle in die USA exportiert, betonte der Opel-Sprecher. „Statt eines Exports von Fahrzeugen aus Europa in die USA favorisiert GM die Kooperation auf der Technikseite“, erläuterte er. Opel-Betriebsratschef Klaus Franz fordert seit längerem von GM, die modernen Opel-Modelle auch in den USA zu verkaufen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Opel-Technik unter anderem Namen verkauft wird. In Großbritannien firmieren die Autos unter Vauxhall und in Mexiko unter Chevy.

GM ist wegen massiver Absatzprobleme auf seinem Heimatmarkt in die Krise geraten und will in den nächsten drei Jahren 30 000 Stellen streichen. Analysten kreiden dem Konzern an, dass er vor allem auf sportliche Geländewagen mit einem hohen Spritverbrauch gesetzt habe, während der Verbraucher wegen der gestiegenen Benzinpreise zunehmend sparsamere Autos nachfrage.

Die deutsche GM-Tochter Opel will sich selbst mit einem groß angelegten Restrukturierungsprogramm aus der Verlustzone holen und laut Unternehmenskreisen in diesem Jahr voraussichtlich eine „schwarze Null“ schreiben. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Rüsselsheim ist seit 2004 das weltweite Entwicklungszentrum für Mittelklassewagen wie den Vectra, seit diesem Jahr auch für Kompaktwagen wie den Astra.

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