Markenartikler
Schuhfirma Sioux von Insolvenz bedroht

Der traditionsreichen Schuhfirma Sioux droht das Aus. Hintergrund sind festgefahrene Verhandlungen über die Übernahme von Pensionslasten.
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HB FRANKFURT. "Der Spiegel" berichtet vorab, das Unternehmen verhandle seit neun Monaten mit dem Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) über eine Teilübernahme der Sioux-Betriebsrenten durch den PSV. "Wenn in den nächsten Tagen keine Einigung erzielt wird, ist der Gang zum Insolvenzgericht unvermeidbar", zitiert das Nachrichtenmagazin Sioux-Chef Klaus Schinle.

Die Schuhfirma mit dem Indianer im Markenzeichen, die zum zusammengebrochenen Markenartikler Egana Goldpfeil gehörte, hatte dem Magazin zufolge mit allen direkten Gläubigern Vergleiche über den Verzicht auf 65 Prozent ihrer Ansprüche ausgehandelt. Mit dem PSV sei jedoch keine Einigung über eine Neuverteilung der Pensionslasten erzielt worden, so dass die Sanierung nun doch noch zu scheitern drohe. Bei einer Pleite von Sioux müsse der PSV die Betriebsrenten ganz übernehmen, so der "Spiegel" weiter.

Der PSV ist eine Art Auffangnetz für die Betriebsrente von Millionen Beschäftigten in deutschen Unternehmen. Diese Firmen - oft größere Arbeitgeber und Traditionskonzerne - bieten allesamt eine betriebliche Altersvorsorge an. Damit den Beschäftigten beispielsweise im Konkursfall zumindest das eingezahlte Geld noch sicher ist, müssen die Betriebe Mitglied im PSV werden - und Beiträge für diese Rückversicherung in Notzeiten zahlen. Der Verein springt ein, wenn die Firma ihre Pensionszusage nicht mehr halten kann.

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