Markenfälschungen
Produkt-Piraten sind Job-Killer

Schätzungen der deutschen Wirtschaft zufolge führen Marken- und Produktfälschungen jährlich zu Umsatzverlusten in Höhe von 25 Milliarden Euro und kosten obendrein allein in Deutschland rund 70 000 Arbeitsplätze.

HB BERLIN. Diese Zahlen nannte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Mittwoch unter Berufung auf Schätzungen des Aktionskreises der deutschen Wirtschaft gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM). Der Verband zitierte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries mit der Warnung, Markenpiraterie und die unerlaubte Nachahmung von Produkten schädigten die Innovationskraft einer Volkswirtschaft. „Der Kampf gegen Produkt- und Markenpiraterie ist deshalb eine rechts-, wirtschafts- und verbraucherpolitische Aufgabe ersten Ranges“, sagte die Ministerin anlässlich eines APM-Kongresses in Berlin. Als Fälscherregion Nummer eins nennt der Aktionskreis Asien. Aber auch in Europa gebe es Mängel, wenn es um die Durchsetzung von Markenrechten gehe.

„Unser Problem liegt nicht nur in Asien, auch in Europa bestehen Durchsetzungsdefizite vor allem wegen der weitgehenden Verharmlosung von Produkt- und Markenpiraterie als Kavaliersdelikt“, erklärte APM-Vorstandsmitglied Doris Möller. Eine immer größere Rolle spiele das Internet beim Vertrieb von Plagiaten. Viele Unternehmen stünden mit dem Rücken zur Wand. Sie erlitten gleich mehrfach Schäden. Zum einen erlitten sie durch die Markenpiraterie selbst wirtschaftliche Schäden und würden durch hohe Kosten belastet, die ihnen die Durchsetzung ihrer Rechte verursache. Zum anderen werde ihnen oft vom Verbraucher auch noch die die mindere Qualität von Fälschungen angehaftet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Schutz des geistigen Eigentums zu einem Kernthema der deutsche Präsidentschaft der Gruppe der sieben führenden Industrienationen und Russlands (G8) im kommenden Jahr erklärt.

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