Markenhersteller drängen auf eine noch schärfere Differenzierung in den Effizienzklassen
Hausgeräte-Hersteller locken mit energiesparenden Maschinen

Nachhaltiges Wirtschaften heißt für Hausgerätefirmen vor allem eines: die Herstellung energiesparender Produkte. In den vergangenen Jahren haben die Hersteller von Waschmaschinen, Kühlschränken, Herden und Trocknern dabei beachtliche Fortschritte erzielt – und vermarkten diese Erfolge entsprechend.

DÜSSELDORF. Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH hat den durchschnittlichen Energieverbrauch ihrer Geräte nach eigenen Angaben seit 1990 um 35 % gesenkt. „Die neuesten Waschmaschinen verbrauchen bis zu 14 % weniger Strom und 87 % weniger Wasser als ein durchschnittliches zehn Jahre altes Modell“, heißt es beim Weltmarktführer Electrolux.

Miele hat den Wasser- und Stromverbrauch seiner Waschmaschinen nach eigenen Angaben seit 1980 um jeweils 70 % gesenkt. Dies kommt bei den Verbrauchern gut an. „Der Energieverbrauch ist bei den Kunden das Hauptthema“, bestätigt Gerd Scholl vom Berliner Institut für ökologische Wirtschaftsforschung IÖW.

Entscheidend geholfen hat das Energielabel, das inzwischen auf allen Großgeräten im Handel in der EU Pflicht ist. „Das Label hat einen wichtigen Impuls ausgelöst“, sagt Stefan Thomas vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Die Kennzeichnung ist seit 1999 Vorschrift und enthält auch Angaben über Wasserverbrauch, über Wasch- und Schleuderwirkung und zur Geräuschentwicklung. Das Label hat bewirkt, dass fast alle Anbieter die beste Klasse A erreichen, wobei die Skala bis G reicht.

Anders sieht es bei Trocknern aus: Wegen des hohen Energieverbrauchs wird meist nur die Klasse C vergeben. Versuche von AEG oder Miele mit dem Einsatz von Gas- oder Wärmepumpen bei Trocknern waren kein Erfolg. „Alternative Technologien sind zu teuer“, sagt Scholl vom IÖW. Nur die kleine Firma Ecodry in Gelsenkirchen ist nach Aussage des Wissenschaftlers mit einem Trockner mit Wärmepumpentechnologie auf dem Markt.

Da inzwischen fast alle Geräte in der guten Effizienzklasse liegen, drängen die Markenanbieter auf eine strengere Differenzierung. „Wir haben gefordert, das Energielabel weiter zu entwickeln“, sagt Werner Scholz, Geschäftsführer des Fachverbands Elektro-Großgeräte im Branchenverband ZVEI. „Es wurde aber nur bei Kältegeräten genehmigt.“

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