Markenranking
Deutschland punktet mit Automobilmarken

Zahlreiche Studien belegen: Die Deutschen sehen sich selbst und ihre Leistungen wesentlich kritischer als sie im Ausland wahrgenommen werden. So sind die deutschen Tugenden – Qualitätsbewusstsein, Zuverlässigkeit und solides Handwerk – in anderen Ländern sehr gefragt. Vor allem die deutsche Automobilbranche punktet im internationalen Vergleich.

DÜSSELDORF „Made in Germany ist noch immer ein starkes Argument“, stellt Franz-Rudolf Esch, Marketingprofessor an der Universität Gießen, fest.Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass deutsche Marken auch in diesem Jahr eine wachsende Rolle in dem Markenranking „Best Global Brands 2007“ der US-Beratungsgesellschaft Interbrand spielen.

Unter den Top-100-Marken sind die Deutschen insgesamt zehn Mal (Vorjahr: neun Mal) vertreten, damit bilden sie die zweitwichtigste Nation. Auf Platz eins, anscheinend unantastbar, stehen nach wie vor die USA, die in dem Markenranking insgesamt 53 Mal (Vorjahr: 52 Mal) vertreten sind.

Die Deutschen punkten in der Rangliste vor allem mit Automobilmarken: Als wertvollste deutsche Marke gilt nach wie vor Mercedes (Rang 10), die ihren Wert um acht Prozent auf 23,57 Mrd. US-Dollar steigerte. Dicht auf den Fersen ist BMW (Rang 13) – mit einem Plus von zehn Prozent auf 21,61 Mrd. US-Dollar.

Der Münchener Autobauer BMW zeigt derzeit geradezu vorbildlich, wie sich eine Marke im Web 2.0 engagieren sollte. Ob Web-Foren, Blogs oder eigene Communities – der Autohersteller spielt erfolgreich auf diesen Kanälen. Für die Käufer der sportlichen M-Modelle hat BMW beispielsweise eine spezielle Community ins Netz gestellt. Im firmeneigenen Web-Forum hält ein ehemaliger Produkt-Manager Kontakt zu den M-Fahrern, diskutiert mit ihnen zum Beispiel über Fahrertrainings auf dem Nürburgring und neue Produkte und lädt via Web auch mal zum Austausch mit BMW-Entwicklern oder Designern ein.

„Ich bin felsenfest davon überzeugt: Diese Art der Kommunikation muss man pflegen“, sagt Stefan Rüssli, Senior Markenanalyst bei Interbrand. Dadurch werde das Image einer Marke stark beeinflusst. Mittelfristig werde dies ein Erfolgsfaktor für den Markenwert sein.

Neu hinzugekommen in die Rangliste ist in diesem Jahr die Allianz (Rang 80). „Das Thema Marke wird jetzt auch bei Versicherungen immer wichtiger“, erläutert Rüssli. Allianz strebe derzeit eine Ein-Marken-Strategie an, ähnlich wie es Axa bereits vorgemacht habe. Die Versicherungsunternehmen Axa (Rang 49) und AIG (Rang 47) sind ebenfalls Neueinsteiger in dem Markenranking.

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