Industrie

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Marketingchef: General Motors feuert Facebook-Verweigerer

Im Facebook-Hauptquartier dürfte das für Gesprächsstoff sorgen. Der Mann bei General Motors, der kürzlich alle Anzeigen des Unternehmens auf der Plattform gestoppt hatte, wird ausgewechselt.

Das Logo von GM. Quelle: dapd
Das Logo von GM. Quelle: dapd

New YorkGeneral Motors setzt den globalen Marketingchef Joel Ewanick vor die Tür. „Er hat die Erwartungen des Unternehmens nicht erfüllt“, teilte GM-Sprecher Greg Martin am Sonntagabend mit. Details nannte Martin nicht.

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Ewanick war vor etwas mehr als zwei Jahren zu der Opel-Mutter gekommen. Übergangsweise wird Alan Batey, Chef für den US-Vertrieb, die Aufgaben des 52-jährigen Ewanick übernehmen.

Korb General Motors

Für Aufsehen hatte Ewanick in diesem Jahr gesorgt, als er mitteilte, keine kostenpflichtige GM-Werbung mehr auf Facebook zu schalten.

Diese Entscheidung habe nichts mit seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen zu tun, sagten mit der Situation Vertraute dem „Wall Street Journal“. Allerdings habe Ewanicks Timing in der Sache für Ärger gesorgt.

Ewanick hatte die Entscheidung nur Tage bevor Facebook an die Börse ging im „Wall Street Journal“ öffentlich gemacht. Sein Interview hatte für eine große Diskussion darüber gesorgt, wie effektiv Werbung auf Facebook wirklich ist.

Das Blatt berichtet weiter unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, Ewanicks Abgang habe mit dem vor zwei Monaten geschlossenen Sponsorenvertrag mit dem englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United zu tun. Der Club wirbt für die GM-Hauptmarke Chevrolet. Dagegen wollte Ewanick auf die teure Fernsehwerbung zum Super Bowl verzichten, dem Finale der Profiliga beim American Football.

Jüngst hatte er außerdem angekündigt, GM werde beim Superbowl im kommenden Jahr keine Anzeigen buchen. Auch diese Entscheidung war umstritten.

Vor nur zwei Wochen hatte GM-Chef Dan Akerson Ewanicks Arbeit gelobt, er sei wichtig für das Unternehmen und mache einen „guten Job“.

General Motors verfügt über eines der größten Marketingbudgets von US-Firmen. Dem „Wall Street Journal“ zufolge gibt das Unternehmen pro Jahr 4.5 Milliarden Dollar für Werbung und Marketing aus.

  • 30.07.2012, 13:32 Uhrharlinghausen

    Unter welchen Nutzern? Ich finde die Aussage sehr pauschal. Und Facebook mit der Stasi zu vergleichen unangepaßt. Das das Thema Datenhandling und Datenhohheit in Zukunft noch eine große Bedeutung bekommt, stelle ich gar nicht in Frage. Aber Facebook ist nicht das einzige Unternehmen, dass Nutzerdaten und Verhalten zur gezielten Vermarktung nutzt. Das sind tausende Unternehmen.

  • 30.07.2012, 09:35 UhrHotSix

    Werbung auf Facebook ist eher negativ für das Image. Unter den Benutzern wird Facebook längst mit der Stasi verglichen - und welches Unternehmen hätte denn bei der Stasi Werbung geschaltet?

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