Markt in Bewegung
BASF denkt an weitere Kunststoff-Zukäufe

Zahlreiche Übernahmen, überdurchschnittliches Wachstum: Der Kunststoffmarkt ist derzeit massiv in Bewegung. Auch der Chemiekonzern BASF will sein Engagement in diesem Segment in den nächsten Jahren verstärken – und zieht dabei weitere Zukäufe in Betracht.

FRANKFURT. Die BASF will im Kunststoffgeschäft in den nächsten Jahren mindestens zwei Prozent stärker expandieren als der Markt und denkt dabei auch an weitere Zukäufe. „Wir waren in dieser Hinsicht bereits in den letzten Jahren sehr aktiv und werden weiterhin aktiv bleiben“, sagte Vorstandsmitglied John Feldmann am gestrigen Dienstag.

Der Chemiekonzern zielt dabei nach den Worten Feldmanns eher auf kleinere Unternehmen und Geschäftseinheiten zur Ergänzung der eigenen Aktivitäten in den Bereichen Polyurethane, Polystyrol und bestimmten technischen Kunststoffen wie Polyamid. Größere Akquisitionen seien schon kartellrechtlich schwierig. Zudem würden für viele größere Unternehmen aus Sicht Feldmanns überzogene Preise gezahlt. „Dazu sind wir nicht bereit“, sagte der BASF-Manager.

Wie stark der Kunststoffmarkt in Bewegung ist, zeigten zuletzt Transaktionen wie die Übernahme von Huntsman durch Basell oder der Kauf von GE-Plastics durch Sabic. Lanxess will ihren Bereich Styrol-Kunststoffe in zwei Schritten an Ineos abgeben.

Mengenmäßig wird der Kunststoffmarkt nach Einschätzung der BASF bis 2015 um jährlich fünf Prozent wachsen, wobei die Nachfrage in Asien weiterhin überdurchschnittlich kräftig zulegen wird. Wie stark sich das in den Umsätzen der Branche niederschlägt, hängt maßgeblich von der Entwicklung der Rohstoffpreise ab. Derzeit dürfte sich das Weltmarktvolumen bei mehr als 400 Mrd. Dollar bewegen, wobei der Löwenanteil auf petrochemische Standardkunststoffe wie Polyethylen, Polypropylen und PVC entfällt. Vor allem in diesen Segmenten spielen die Herstellkosten ein zentrale Rolle für die Konkurrenzfähigkeit. Das Geschäft wird daher stark von großen Ölkonzernen und zusehends auch von Anbietern aus dem mittleren Osten dominiert, die Zugang zu sehr günstigen Rohstoffen haben.

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