Marktanteil und Absatz 2005
Ford kommt in Deutschland nicht vom Fleck

Eigentlich wollte Ford im vergangenen Jahr in Deutschland beim Marktanteil zulegen. Tatsächlich fiel die Tochter des US-Autobauers leicht zurück. Allerdings hat das Unternehmen mehr Autos verkauft.

HB MÜNCHEN. „Wir haben das Jahr mit einem Marktanteil von 7,4 Prozent abgeschlossen“, sagte der Chef der deutschen Ford-Tochter, Bernhard Mattes, am Donnerstag in München. Das Absatzvolumen habe leicht zugelegt. „Das liegt im Rahmen unserer Planungen“, sagte Mattes. Ursprünglich hatte sich Ford in Deutschland für 2005 eine Steigerung des Marktanteils um zwei oder drei Zehntelpunkte gegenüber dem Vorjahreswert von 7,5 Prozent vorgenommen, aber einen schwachen Start in das Jahr erwischt. Mattes hatte auch stets betont, dass es seinem Unternehmen stärker um den Ertrag als um reine Marktanteile geht.

Angaben zum Ergebnis des vergangenen Jahres machte Mattes nicht. Der Ford-Konzern habe sich für Europa einen Gewinn im Korridor zwischen 100 und 200 Mill. Euro zum Ziel gesetzt, sagte Mattes lediglich. Das US-Mutterunternehmen wird am Montag Geschäftszahlen bekannt geben und dabei auch Einzelheiten über die Umstrukturierung des Unternehmens bekanntgeben. Finanzexperten erwarten einen massiven Stellenabbau bei dem Konzern, der ebenso wie der Konkurrent General Motors zuletzt im Autogeschäft hohe Verluste in Nordamerika schrieb.

Mattes ließ offen, inwieweit Ford in Deutschland von den Umstrukturierungen betroffen sein könnte. Ford hatte zuletzt in Deutschland 1000 Stellen gestrichen. Mattes verwies darauf, dass die Produktivität bei Ford in Deutschland in den vergangenen Jahren sukzessive gesteigert worden sei.

Absatz in Russland um 54% gesteigert

Die Zahlen für Russland veröffentlichte das Unternehmen schon am Freitag. Hier hat die Ford Motor Co, Dearborn, im vergangenen Jahr ihren Fahrzeugabsatz um 54% auf 60 564 Einheiten erhöht. Die Nachfrage nach dem örtlich gefertigten Modell Focus II habe den Absatz angekurbelt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Henrik Nenzen, Leiter von Ford Russland, führte weiter aus, in Russland habe das Verbrauchervertrauen weiter zugenommen, und die verfügbaren Einkommen seien in dem Jahr um 10% gestiegen.

Ford erwarte, dass 2006 ein Rekordjahr für den ausländischen Fahrzeugabsatz in Russland werde, denn das Verbrauchervertrauen steige weiter, sagte er. Ford gehe davon aus, 2006 auf dem russischen Markt 102 000 Fahrzeuge zu verkaufen. Insgesamt dürften die ausländischen Automobilunternehmen dort im laufenden Jahr rund 30% mehr absetzen.

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