Marktanteilsverluste in den USA nicht zu stoppen
Ford streicht weitere 4 000 Stellen

Der US-Autobauer Ford will weitere zehn Prozent seiner Arbeitsplätze in Nordamerika streichen. Der Wegfall der 4 000 Stellen sei Teil eines größeren Umstrukturierungsplanes und käme zu dem bereits angekündigten Abbau von 2 750 Stellen hinzu, teilte der Konzern am Freitag mit.

HB NEW YORK. Der Großteil der Arbeitsplätze soll im ersten Quartal kommenden Jahres abgebaut werden. Dies solle mit der Nichtbesetzung frei werdender Stellen und mit Kündigungen geschehen. Die Mitarbeiter erfuhren per E-Mail von den Plänen.

Der Personalabbau sei der erste Schritt eines größeren Restrukturierungsplans namens „Way Forward“, berichtet das „Wall Street Journal“. Weitere Details zu diesem Plan sollen im Januar 2006 bekannt gegeben werden, zitiert das Blatt weiter aus einer E-Mail des North America President Mark Fields.

Der zweitgrößte US-Autobauer hat bereits angekündigt weltweit 10 000 Arbeitsplätze zu streichen, 2 600 davon in Europa. In Deutschland werden bis Jahresende mindestens 1 000 Stellen wegfallen.

„Das Problem ist der anhaltende Marktanteilsverlust“, sagt Erich Merkle von der US-Beratungsfimra IRN Inc. in Michigan. „Das setzt auch die Finanzkraft unter Druck“. Ford hat in den ersten zehn Monaten 18,7 Prozent Marktanteil in den USA, im Vorjahr waren es 19,7 und vor zehn Jahren noch 25 Prozent Marktanteil.

Im dritten Quartal wurde ein Verlust von 284 Mill. Dollar verbucht. Alleine die Autosparte des Konzerns hat in Nordamerika in diesem Jahr bislang einen Verlust vor Steuern von mehr als 1,4 Mrd. Dollar eingefahren.

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