Markteinführung des "Neuen" in zwei Wochen
Run auf Golf V

Aufgrund der großen Nachfrage nach dem neuen Golf V hat Volkswagen die Samstagsproduktion wieder eingeführt. Gleichzeitig wurden Spekulationen über einen Gewinneinbruch bei VW als Folge hoher Kosten für den Abbau Tausender Arbeitsplätze in Brasilien laut.

HB WOLFSBURG/AUBURN HILLS. Mit dem Betriebsrat seien Samstagsschichten vereinbart worden, sagte VW-Personalvorstand Peter Hartz am Mittwoch auf einer Betriebsversammlung in Wolfsburg. Das neue Modell soll in rund zwei Wochen in den Handel kommen. In den vergangenen Monaten waren wegen rückläufiger Absatzzahlen des Vorgängermodells die Werksferien verlängert worden, um die Produktion zu drosseln.

Einmalig in der Geschichte von Europas Automarktführer sei, dass das neue Modell gleichzeitig an drei Standorten Wolfsburg, Mosel und in Brüssel anlaufe. Hartz rief die Beschäftigten auf, am Erfolg des neuen Golf mitzuarbeiten. Jetzt gelte es „wieder einmal zu zeigen, dass es alle gemeinsam schaffen wollen“.

Der Golf ist das wichtigste Modell des VW-Konzerns. Er soll noch Mitte Oktober in den deutschen Handel kommen und bis Jahresende auch auf den anderen Märkten Europas eingeführt werden. VW will 2003 noch 135 000 Golf verkaufen.

Unterdessen reagierte die IG Metall gelassen auf die Ankündigungen von Hartz, der den Haustarifvertrag für die knapp 105 000 Beschäftigten umbauen und Arbeitszeiten und Entlohnung weiter flexibilisieren will. IG Metall-Sprecher Jörg Köther sagte in Hannover: „Um die meisten seiner Vorschläge wird derzeit nicht verhandelt. Im Moment geht es nur um ein Tarifwerk zur Angleichung von Arbeitern und Angestellten bei der Eingruppierung.“ Grundsätzlich sei die IG Metall aber zu den Vorschlägen von Hartz auf Grundlage der geltenden Vier-Tage-Woche gesprächsbereit.

Hartz hatte am Dienstag angekündigt, bei VW weit reichende Änderungen im Tarifwerk durchsetzen zu wollen.

Seite 1:

Run auf Golf V

Seite 2:

Seite 3:

Seite 4:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%