Marktführerschaft ausgebaut
Bosch Siemens Hausgeräte sind gefragt

Der Bosch und Siemens gemeinsam gehörende Hausgeräte-Hersteller hat seine Marktführerschaft in Deutschland ausgebaut. Dabei dürfte BSH auch vom Streik beim Konkurrenten AEG profitiert haben.

HB FRANKFURT. BSH habe in den ersten sechs Monaten des Jahres 40 Prozent der hier zu Lande verkauften elektrischen Haushaltsgeräte geliefert, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Im vergangenen Jahr hatte der Marktanteil des Münchener Unternehmens noch bei 36 Prozent gelegen.

„Deutschland reiht sich wieder in den Reigen der Wachstumsmärkte ein“, sagte Ditmar Krusenbaum, der in der Geschäftsleitung für das Deutschlandgeschäft verantwortlich ist. Der hiesige Markt legte der Mitteilung zufolge um 4,8 Prozent zu, BSH steigerte seinen Umsatz dagegen sogar um 15 Prozent. Den Umsatz für das erste Halbjahr nannte das Unternehmen nicht. 2005 hatte das Gemeinschaftsunternehmen der beiden Technologiekonzerne 7,3 Mrd. Euro eingenommen. Für das laufende Jahr erwartet BSH ein weltweites Umsatzwachstum von sieben Prozent.

Auch weltweit konnte BSH zulegen, die Erlöse wuchsen um etwa 13 Prozent. Im Gesamtjahr rechnet das Unternehmen weiterhin mit mehr als sieben Prozent Wachstum. Die Prognose sei aber konservativ, sagte eine Sprecherin. Eine deutliche Abkühlung zeichne sich bisher nicht ab.

HSH erzielt der Mitteilung zufolge 78 Prozent seines Umsatzes im Ausland und 22 Prozent in Deutschland. Die sieben hiesigen Werke trügen 50 Prozent zur weltweiten Wertschöpfung bei. Zuletzt hatte BSH mit der Schließung seines Berliner Waschmaschinenwerkes für Schlagzeilen gesorgt.

Der Boom in Deutschland hatte nach Einschätzung des Unternehmens verschiedene Ursachen. „Wir konnten liefern, andere nicht“, sagte eine Sprecherin. Zudem habe sich das Konsumklima in Deutschland spürbar verbessert. Möglicherweise habe auch die bevorstehende Mehrwertsteuererhöhung schon eine Rolle gespielt. Der Preiskampf in der Branche sei aber weiterhin hart.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%