Marktwachstum bei führenden Marken blieb aus
Unilever steigert Nettogewinn bei gesunkenem Umsatz

Der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern Unilever hat im zweiten Quartal bei leicht gesunkenem Umsatz den Nettogewinn gesteigert.

HB LONDON. Finanzchef Rudy Markham sagte angesichts rückläufiger Umsätze am Mittwoch zu Journalisten, über Kostensenkungen, Steuergutschriften und niedrigeren Zinsen wolle man das gesteckte Ergebnisziel für 2004 erreichen. Nach den Plänen soll gemessen am Umsatz das Betriebsergebnis eine Marge von über 16 Prozent erreichen. Im zweiten Quartal lag dieses Kennziffer bei 14,9 Prozent.

Nach den Angaben war der Umsatz im Berichtsquartal um drei Prozent auf 10,84 Milliarden Euro gesunken. Der Nettogewinn stieg zwar um 34 Prozent auf 770 Millionen Euro. Der viel beachtete operative Gewinn vor Sonderposten und Abschreibungen auf Firmenwerte sowie auf immaterielle Vermögenswerte sank aber um zwei Prozent auf 1,61 Milliarden Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten hier im Durchschnitt mit 1,68 Milliarden Euro gerechnet.

Zu den 400 Top-Marken des Unternehmens zählen unter anderem die Lebensmittelprodukte von Knorr und Bertolli sowie im Kosmetikbereich Dove, Lux und Sunsilk. Die Umsätze mit den führenden Marken sanken den Angaben nach um 0,2 Prozent im zweiten Quartal. Der kühle Start in den Sommer in Europa habe etwa den Absatz von Eiskrem oder Eistee belastet. Das Unternehmen äußerte sich aber optimistisch, dass es im zweiten Halbjahr zu einer Belebung kommt.

Unilever-Aktien, die an den Börsen in London und Amsterdam gehandelt werden, gaben an beiden Handelsplätzen um über fünf Prozent nach.

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