Marode Strommasten
RWE räumt Fehler ein

Nach den massiven Stromausfällen in NRW durch das Schneechaos vor zwei Wochen hat der Energiekonzern RWE erstmals Fehler bei der Informationspolitik zu bruchgefährdeten Strommasten eingeräumt. Die Verschleißanfälligkeit des Materials war schon länger bekannt.

HB ESSEN. „Ich muss selbstkritisch sagen, dass wir mit dem Thema früher an die Öffentlichkeit hätten gehen sollen, zumal es ja ein Materialproblem ist, das viele Unternehmen betrifft, nicht nur uns“, sagte Vorstandschef Harry Roels dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ laut Vorabveröffentlichung. Sein Unternehmen habe schon 2001 ein Sanierungsprogramm für die Masten beschlossen.

Nach einem heftigen Wintereinbruch im Münsterland waren mehr als 80 Strommasten mit vereisten Leitungen umgestürzt. Das hatte in der nordrhein-westfälischen Region zu flächendeckenden Stromausfällen geführt. Die IHK Münster beziffert die Schäden auf mehr als 100 Millionen Euro.

RWE hat bereits angekündigt, spätestens bis zum Jahr 2015 sollen alle 28 000 Masten aus dem verschleißanfälligen Thomasstahl im Netz der RWE saniert werden.

Nach Angaben des NRW-Wirtschaftsministeriums waren beim Wintereinbruch im Münsterland 82 Masten umgestürzt, davon 52 Masten aus Thomasstahl.

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