Industrie

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Martin Winterkorn: VW-Chef liebäugelt mit weiterer Amtszeit

VW-Chef Martin Winterkorn will den Autokonzern nicht nur zum ökonomisch stärksten Autobauer machen, sondern auch zum ökologischsten. Gleichzeitig will er beim Gehalt aufpassen und auch nach 2016 an der VW-Spitze stehen.

Hohe Ansprüche, weniger Gehalt: VW-Chef Martin Winterkorn. Quelle: dpa
Hohe Ansprüche, weniger Gehalt: VW-Chef Martin Winterkorn. Quelle: dpa

Frankfurt/WolfsburgVW-Chef Martin Winterkorn hat sich zu den verschärften Umweltzielen der EU für die Autobranche bekannt. „Der Volkswagen-Konzern wird das 95-Gramm-Ziel bis 2020 schaffen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des europäischen Branchenführers in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“.

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Nach dem Willen der EU-Kommission sollen die Hersteller den durchschnittlichen CO2-Ausstoß ihrer Fahrzeuge spätestens in sieben Jahren um ein Fünftel unter das Niveau von 1990 gedrückt haben. Der Grenzwert für das Treibhausgas liegt dann bei 95 Gramm pro Kilometer.

Zulassungsstatistik 2012 Deutsche fahren auf deutsche Autos ab

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„Das ist extrem ehrgeizig“, räumte Winterkorn ein. „Aber wir nehmen diese Herausforderung an.“ Er erwarte jedoch, dass bei der Beurteilung der Reduktionserfolge auch Elektro- und Hybridautos berücksichtigt werden - „wie das in den USA und China der Fall ist“.

Aus dem VW-Konzern hieß es, man sei nach eigener Einschätzung damit der erste Autobauer, der sich „offensiv“ dazu bekenne, die strengeren CO2-Ziele in der Europäischen Union erreichen zu wollen. Winterkorn hatte bereits beim Genfer Autosalon vor knapp einem Jahr die Marschroute ausgegeben, Volkswagen solle der ökonomisch wie ökologisch stärkste Hersteller der Welt werden. Es gibt jedoch auch immer wieder Kritik von Umweltschützern. Greenpeace ist etwa der Ansicht, der Konzern könne noch weit mehr für die CO2-Reduktion tun.

Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamts haben sich die Emissionen der deutschen Neuwagenflotte 2012 leicht verringert. Im bundesweiten Schnitt sank der CO2-Ausstoß bei neu zugelassenen Pkw im Vergleich zu 2011 um drei Prozent. Dabei gelang VW ein Rückgang um 1,8 Prozent, andere Hersteller schnitten den Daten zufolge aber besser ab.

Winterkorn sagte dem „Spiegel“ angesichts der Debatte um sein Millionengehalt, er erkläre sich zu einer freiwilligen Begrenzung bereit: „Bei allem Erfolg des Konzerns können die Steigerungen nicht ins Uferlose weitergehen.“ Für das Jahr 2011 hatte Winterkorn je nach Berechnung allein bei VW bis zu 17,5 Millionen Euro bekommen. Im Fall unveränderter Bonusregeln könnte er für das vorige Jahr wegen des weiter brummenden Geschäfts nun auf bis zu 20 Millionen Euro kommen.

„Wenn ich wirklich 20 Millionen bekäme, wäre das den Menschen sicherlich nicht mehr zu vermitteln“, gab Winterkorn zu. Eine Bezahlung außerhalb des gesellschaftlich akzeptierten Rahmens gelte es daher zu vermeiden: „Natürlich müssen wir da aufpassen. Aber ich bin überzeugt, dass die Dinge bei uns im Gleichgewicht sind.“

Volkswagen

Der VW-Aufsichtsrat berät derzeit über eine Reform der Vorstandsvergütung. Die Kontrolleure überlegen dabei vor allem, wie sich die Kriterien für die variablen Bestandteile anpassen lassen. Sie übertreffen das feste Grundgehalt meist um ein Vielfaches.

Winterkorn, dessen Vertrag noch bis Dezember 2016 läuft, liebäugelt indes damit, noch länger an der Spitze von Europas größtem Autobauer zu stehen. „Die nächste Generation des Golf will ich schon noch entscheidend mitprägen“, sagte der 65-Jährige dem „Spiegel“. Der Job sei aufreibend, mache ihm aber auch „unendlich Spaß“. Die neue Generation des VW-Bestsellers könnte 2018 auf den Markt kommen.

Im November hatte sich bereits der VW-Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch in einem Interview für eine längere Amtszeit von Winterkorn ausgesprochen. Er habe Winterkorn gebeten, auch noch den nächsten Golf auf den Markt zu bringen, sagte Piëch damals.

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Für die im vergangenen Jahr eingeführte siebte Golf-Generation habe VW Aufträge für mehr als 120.000 Fahrzeuge, sagte Winterkorn.

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  • 10.02.2013, 12:53 UhrPP1234

    Mann muss VW klagen, weil das Konzern die Strasse anderen Ländern mit Autos überschwemmt(Nordamerika,Karibik, Sudamerika und New Zeland), während in Deutschland ist das nicht zugelassen. Je mehr Autos, desto mehr Verluste wegen organisierte Kriminalität es gibt. Es ist noch nicht erforscht worden, aber man sollte untersuchen, ob es Bezug zu eine Kooperation zwischen VW und Bände die diese Autoteile-Recycling unternehmen.

  • 10.02.2013, 11:53 Uhrwsy

    Man kann Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn etc. nur wünschen, dass der erfolgreichste deutsche Manager Winterkorn und der letzte große europäische Industrielle Ferdinand Piech, gemeinsam dem VW-Konzern noch lange erhalten bleiben.

  • 09.02.2013, 19:00 UhrSANTOS

    EGAL WIE GUT EINMANAGER IST...

    ...ES IST NICHT GUT DEN GLEICHEN MANAGER ZULANGE ZU HALTEN!

    Herr Winterkorn sollte einem Nachfolger " PLATZ MACHEN " !


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