Maschinen- und Anlagenbauer
IWKA-Aufsichtsrat billigt Ex-Cell-O-Verkauf

Der Aufsichtsrat des Karlsruher Maschinen- und Anlagenbauers IWKA hat auf seiner turnusmäßigen Sitzung den angestrebten Verkauf der verlustreichen Antriebs-Sparte Ex-Cell-O genehmigt.

HB STUTTGART. „Der Aufsichtsrat hat der Fortführung des Projektes Verkauf von Ex-Cell-O die Freigabe erteilt“, sagte ein Konzernsprecher in Karlsruhe. Die Verkaufsverhandlungen sei aber noch nicht abgeschlossen. IWKA hatte nach fehlgeschlagener Sanierung von Ex-Cell-O eingeräumt, mit mehreren Interessenten über einen Verkauf der unrentablen Zerspanungs-Sparte zu verhandeln. Unter ihnen ist auch der US-Investor Maxcor, der sich auf den Erwerb mittelständischer Maschinenbau-Unternehmen spezialisiert hat. „Maxcor hat ein sehr attraktives Angebot vorgelegt“, hatte IWKA mitgeteilt.

IWKA kämpft wegen der schwachen Autokonjunktur mit Verlusten und hat seine Erwartungen für das laufende Jahr wegen schlechter Geschäfte in der gewöhnlich hoch profitablen Industrieroboter- Sparte mehrfach reduziert. 60 % des IWKA-Umsatzes stammen von Kunden aus der Automobilindustrie, die unter Absatzproblemen leidet und Aufträge storniert.

Der Konzern prüft seit Monaten einen Verkauf von Ex-Cell-O, die das erste Halbjahr mit einem zweistelligen Millionenverlust abgeschlossen hat. Im Zuge des Verkaufs wird IWKA möglicherweise einen Verlust verbuchen. Die BHF-Bank hält einen Verlust von 50 Mill. € für realistisch.

Zu Maxcor würde die Zerspanungstechnik-Sparte Ex-Cell-O gut passen. Maxcor hatte Anfang Oktober die Werkzeugmaschinen-Sparte von ThyssenKrupp, MetalCutting, gekauft. MetalCutting stellt Werkzeugmaschinen her, wie sie in der Auto- und der Zulieferindustrie sowie in der Luft- und Raumfahrt benötigt werden.

Der Verkaufsprozess wurde vom neuen IWKA Wolfgang-Dietrich Hein gestartet, der nach Angaben aus Unternehmenskreisen vor der außerordentlichen Hauptversammlung am 9. November seine Tatkraft beweisen will. Die sechs Kapitalvertreter im Aufsichtsrat haben ihren Rücktritt angekündigt. Vorstandschef Hans Fahr hatte Anfang Juni seinen Hut genommen und damit die Konsequenzen aus einem jahrelangen Streit mit angelsächsischen Investoren unter Führung des US-Anlegers Guy Wyser-Pratte gezogen.

Die im Nebenwerte-Index MDax gelisteten IWKA-Papiere behaupteten sich am Donnerstag im späten Handel knapp mit 18,77 €.

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