Maschinenbau
DMG Mori Seiki übertrifft die Erwartungen

Der Bielefelder Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori Seiki hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als im Vorjahr. Wachstum erhofft sich das Unternehmen jetzt vor allem in Asien.
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DüsseldorfStarke Quartalszahlen haben den Aktien des Werkzeugmaschinenbauers DMG Mori Seiki am Dienstag neuen Schub gegeben. Schon im frühen Handel sprangen die Papiere trotz eines insgesamt schwächeren Aktienmarkts auf das Rekordhoch von 32,50 Euro.

Der Bielefelder Werkzeugmaschinenhersteller, vielen noch besser bekannt als Gildemeister, hat im ersten Quartal die Erwartungen übertroffen. Zwar lagen die Auftragseingänge mit 587,2 Millionen Euro um zwei Prozent unter denen des Vorjahresquartals (601,2 Millionen Euro). Doch der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 538,4 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebit) lag mit 30 (28,4) Millionen Euro ebenfalls über dem Vorjahreswert.

„Es läuft besser als erwartet“, bestätigte Rüdiger Kapitza, Vorstandschef von DMG Mori Seiki, dem Handelsblatt. Das gelte insbesondere für die asiatischen Absatzmärkte, darunter China, Südkorea, Singapur und Malaysia. „Aber auch der wichtige deutsche Markt normalisiert sich wieder“, sagte Kapitza. Wegen der Unsicherheit über die Ukraine und wegen der russischen Sanktionen seien Investitionsentscheidungen verschoben worden.

Der Vorstandschef ist daher für die weitere Jahresendwicklung optimistisch: „Schon das zweite Quartal wird deutlich besser laufen als das erste.“ Er bekräftigte zudem seine Jahresprognose. Der Auftragseingang soll 2,4 Milliarden Euro erreichen. Der Werkzeugmaschinenbauer rechnet mit einem Umsatz von 2,25 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es 2,3 Milliarden Euro.

„Die Umsatzprognose (stabil) sieht vorsichtig aus“, urteilt DZ-Bank-Analyst Jasko Terzic. Er weist unter anderem darauf hin, dass die ersten drei Monate saisonal das schwächste Quartal sind.

Um regionale Marktschwankungen besser kompensieren zu können, will DMG Mori Seiki die internationale Präsenz weiter ausbauen. Der Bau des russischen Werkes sei sogar schneller vorangetrieben worden als geplant. Schon im September starte die Produktion, kündigte der DMG-Chef an.

Der Umsatz in Russland stagniert seit etwa drei Jahren bei 100 Millionen Euro. Zuletzt bremsten die Exportkontrollen und die langen Genehmigungsverfahren das Geschäft. „Die Russen weichen nach China und Korea aus“, hat Kapitza beobachtet.

Zusammen mit dem japanischen Kooperationspartner Mori Seiki setzen die Bielefelder Schwerpunkte nun vor allem in Asien. „Die asiatischen Märkte wachsen deutlich schneller“, sagt Kapitza mit Blick auf die USA. Dort werde das Geschäft aber weiter optimiert.

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