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28.10.2008 
Tarifverhandlungen

Maschinenbau drängt zu schnellem Abschluss

von Dietrich Creutzburg

Die Tarifrunde für 3,6 Millionen Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie erreicht in dieser Woche eine vorentscheidende Phase. Der deutsche Maschinenbau will einen "Schulterschluss" für eine rasche Lösung des Lohnkonflikts.

Die Tarifrunde ist von einer beispiellosen Verschlechterung des ökonomischen Umfelds begleitet. Foto: dpaLupe

Die Tarifrunde ist von einer beispiellosen Verschlechterung des ökonomischen Umfelds begleitet. Foto: dpa

BERLIN. Der deutsche Maschinenbau drängt IG Metall und Arbeitgeber zu einem "Schulterschluss" für eine rasche Lösung ihres Lohnkonflikts. "Wir brauchen einen schnellen Tarifabschluss, weil es gerade jetzt darauf ankommt, die Unternehmen nicht noch zusätzlich mit einem unkalkulierbaren Tarifstreit zu belasten", mahnte Hannes Hesse, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Unter dieser Voraussetzung gebe es nach wie vor "gute Spielräume für einen auch aus Sicht der Arbeitnehmer vernünftigen Tarifabschluss", sagte er dem Handelsblatt. Das gelte besonders für Ansätze mit höherem Anteil an Einmalzahlungen und variablen Elementen.

Die Tarifrunde für 3,6 Millionen Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie erreicht in dieser Woche eine vorentscheidende Phase. Die Arbeitgeber werden voraussichtlich am Donnerstag im Schlüsselbezirk Baden-Württemberg mit einem konkreten Angebot auf die Rekordforderung der IG Metall nach acht Prozent mehr Lohn antworten. Am Wochenende läuft die tarifliche Friedenspflicht ab, die IG Metall plant bereits massive Warnstreiks. Das Ausmaß der Mobilisierung in den Betrieben könnte indes noch vom Verlauf der Verhandlungen abhängen.

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