Maschinenbau
Dürr arbeitet sich in Gewinnzone vor

Rückkehr in die schwarzen Zahlen: Die Belebung der Maschinenbau-Konjunktur und die gute Nachfrage der Autohersteller haben dem Anlagenbauer Dürr zu Jahresbeginn wieder eine gute Bilanz ermöglicht.
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StuttgartBei einem um 54 Prozent gestiegenen Auftragseingang habe Dürr in den Monaten Januar bis März einen Nachsteuergewinn von 1,8 Millionen Euro erwirtschaftet, teilte das Unternehmen am Dienstag in Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart mit. Im Vorjahresquartal hatte der für seine Lackier- und Montageanlagen bekannte Konzern noch einen Verlust von 10,4 Millionen Euro verbucht. „Die Investitionstätigkeit der Automobilindustrie belebt sich zusehends in der Breite“, zog Vorstandschef Ralf Dieter Bilanz unter das erste Quartal.

Auch die lange Durststrecke im Maschinenbau ist offensichtlich vorüber, da Dürr viele Aufträge für Auswucht- und Reinigungsmaschinen hereinholte. Per Ende März lag der Ordereingang bei 557 Millionen Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt nur 508 Millionen Euro erwartet. Der Auftragsbestand von Dürr summierte sich per Ende März auf 1,53 Milliarden Euro, ein Drittel mehr als vor Jahresfrist. Auch der im Auftaktquartal um 56 Prozent auf 358,6 Millionen Euro gestiegene Umsatz übertraf die Erwartungen der Börse deutlich.

Vor Steuern und Zinsen verdiente der vom früheren Bahn-Chef Heinz Dürr kontrollierte Konzern 9,1 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal im Zuge der Krise in der Autoindustrie noch ein Verlust von 6,1 Millionen Euro angefallen war. Mit der im Auftaktquartal erzielten operativen Marge von 2,5 Prozent sieht sich Dürr auf gutem Weg, zum Jahresende wie geplant bei einem Umsatzanstieg von mindestens 15 Prozent einen Renditezuwachs auf 3,5 bis vier Prozent zu erreichen. 2010 hatte Dürr bei Erlösen von 1,26 Milliarden Euro eine operative Marge von 2,7 Prozent erzielt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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